TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Donnerstag mehrheitlich leicht nachgegeben. Zwar macht sich nach dem US-Notenbankprotokoll vom Vorabend wieder etwas Mut unter den Anlegern breit, da noch aggressivere Schritte zur Bekämpfung der hohen Inflation in den USA nicht erwähnt wurden. Allerdings beunruhigen Äußerungen des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang zur heimischen Wirtschaft etwas.

Chinas Wirtschaft stehe in mancher Hinsicht schlechter da als im Jahr 2020, als die Coronavirus-Pandemie ausbrach, sagte Premierminister Li und drängt nun auf Anstrengungen, um die rasant ansteigende Arbeitslosenquote zu senken.

Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland pendelte zwischen Gewinnen und Verlusten und stieg zuletzt um 0,17 Prozent auf 3989,09 Punkte. In der Sonderverwaltungszone Hongkong büßte der Leitindex Hang Seng hingegen zuletzt 0,89 Prozent auf 19 991,25 Punkte ein. So litten Techwerte unter einer enttäuschenden Prognose des US-Chipkonzerns Nvidia.

In Japan schloss der Nikkei 225 etwas schwächer mit minus 0,27 Prozent auf 26 604,84 Punkte.

In Südkorea gab der Kospi um 0,37 Prozent nach. Die Notenbank des Landes hob den Leitzins an diesem Tag angesichts der Inflation dort von 1,50 auf 1,75 Prozent an./ck/mis