TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - Die asiatischen Börsen haben am Dienstag mehrheitlich wieder zugelegt. Sie ließen sich damit von den moderaten Verlusten an der Wall Street nicht beeindrucken.

In Tokio zogen die Kurse nach der Feiertagspause am Montag an. Der Leitindex Nikkei 225 gewann 1,48 Prozent auf 27 224,11 Punkte.

Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf die Schwäche des Yen zum Dollar, die sich günstig ausgewirkt habe. Die Aussagen des Chefs der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, zur Geldpolitik hatten die Devisenmärkte entsprechend bewegt. Powell hatte angesichts der "viel zu hohen" Inflationsrate die Möglichkeit schnellerer Erhöhungen des Leitzinses ins Spiel gebracht. Die Fed könnte den Zinssatz bei den kommenden Sitzungen des Zentralbankrats bei Bedarf auch jeweils um mehr als 0,25 Prozentpunkte erhöhen.

Vor allem Finanzwerte waren in Tokio gefragt. Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda verwies für die Stärke der Börse in Tokio auch auf Aussagen des Chefs der japanischen Notenbank, dass es verfrüht sei, über einen Ausstieg aus ihrer lockeren Geldpolitik zu sprechen.

An der Börse in Hongkong zog der Hang Seng nach anfänglichen Verlusten zuletzt um gut drei Prozent auf 21 900 Zähler an. Hier legten Aktien von Alibaba zu. Der Internetkonzern hatte den Umfang der Aktienrückkäufe deutlich auf 25 Milliarden Dollar erhöht. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen für die Gewinne in Hongkong zudem auf die teilweise Lockerung der Corona-Restriktionen. In China tendierte der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland mit 4255,30 Punkten nahezu unverändert.

Die australische Börse hielt sich gut. Halley führte dazu Aussagen des Chefs der Notenbank des Landes an, dass man nur dann mit einer Straffung der Geldpolitik reagieren würde, wenn es weit verbreitete Hinweise auf einen Preisdruck gäbe. Der S&P/ASX 200 rückte um 0,86 Prozent auf 7341,10 Punkte vor./mf/mis