TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - Die größeren asiatischen Börsen haben am Mittwoch mehrheitlich weiter nachgegeben. Sie folgten damit der Schwäche der US-Börsen. Lediglich die chinesischen Finanzmärkte, die in den vergangenen Tagen deutlich verloren hatten, stabilisierten sich etwas.

Die Börsen in Fernost hätten sich zumeist an der Zurückhaltung der Wall Street vor der US-Notenbanksitzung orientiert, merkte Marktanalyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda an. "Die Währungshüter sehen sich einerseits den gestiegenen Inflationsrisiken und andererseits den wiederaufgeflammten Corona-Sorgen wegen der sich rasch ausbreitenden Delta-Variante gegenüber", beschrieb die LBBW das Spannungsfeld, in dem sich die US-Notenbank bewegt.

Chinas Marktplätze hätten unterdessen von zuversichtlichen Berichten in chinesischen Börsenpublikationen profitiert, so die Marktstrategen der Deutschen Bank um Jim Reid. Unter anderem sei die Rede davon gewesen, dass der langfristige Aufwärtstrend intakt sei. Die australischen Finanzmärkte hätten dagegen auch darunter gelitten, dass der seit Ende Juni geltende Lockdown in der australischen Metropole Sydney um vier Wochen verlängert worden sei, fügte Halley hinzu.

In Tokio fiel der japanische Leitindex Nikkei 225 um 1,39 Prozent auf 27 581,66 Punkte.

Der Hang Seng in Honkong stieg dagegen zuletzt um 1,2 Prozent auf 25 386 Punkte und für den CSI-300-Index , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland umfasst, ging es um 0,5 Prozent auf 4773 Punkte nach oben. Die Leitindizes in Australien und Indien verzeichneten dagegen Verluste./mf/mis