TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - Die asiatischen Börsen haben am Freitag mehrheitlich nochmals zugelegt. Nach der Erholungsrally der Vortag war der Anstieg allerdings nicht mehr ganz so stark. Unter dem Strich schlugen sich die asiatischen Märkte in der hoch volatilen Handelswoche wacker. Gemessen am Index MSCI AC Asia Pacific, der die Börsen der Region umfasst, ging es im Vergleich zur Vorwoche etwas nach oben.

Chinesische Aktien profitierten von Spekulationen auf baldige geldpolitische Lockerungen. In Hongkong gehörten zinssensitive Sektoren wie Immobilien daher zu den größten Gewinnen. Von anderen Notenbanken in Asien gab es bereits Entscheidungen. Japans Zentralbank hält weiter an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest. Geschäftsbanken können sich damit weiter so gut wie kostenlos Geld bei der Zentralbank besorgen. Auch in Indonesien habe die Zentralbank die Zinsen unverändert gelassen, um die Wirtschaft zu stützen, so Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda.

In Taiwan wurden die Zinsen am Donnerstag nach Börsenschluss dagegen leicht angehoben. "Wegen der zuletzt rückläufigen und insgesamt moderaten jährlichen Teuerungsrate von 2,4 Prozent kam dieser Schritt überraschend", merkte Anlagestratege Ulrich Stephan von der Postbank an. Die Börse des Landes hinkte den asiatischen Finanzmärkten etwas hinterher.

In Tokio gewann der Leitindex Nikkei 225 0,65 Prozent auf 26 827,43 Punkte. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland zog um 0,67 Prozent auf 4265,90 Punkte an. Der Hang Seng Index gab nach den starken Gewinnen der Vortage zuletzt um 0,54 Prozent auf 21 384,21 Punkte nach. Der Index war in den vergangenen beiden Tagen dank einer fulminanten Erholung so stark gestiegen wie seit 1998 nicht mehr. Der australische S&P/ASX 200 rückte um 0,6 Prozent auf 7294,35 Punkte vor./mf/mis