TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - Die asiatischen Börsen haben am Montag deutliche Kursverluste verzeichnet. Der Ölpreisschub sorgte an den Märkten für Verunsicherung. Ein möglicher Importstopp für Rohöl aus Russland hatte die Ölpreise zum Wochenauftakt auf den höchsten Stand seit 2008 getrieben.

Die Börse in Tokio schloss am Montag aus Sorge über die Folgen eines möglichen Importstopps für Öl aus Russland auf dem niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr. Der 225 führende Werte umfassende Nikkei ging mit einem Abschlag von 2,94 Prozent beim Stand von 25 221,41 Punkten aus dem Markt. Das ist der niedrigste Schlusskurs seit dem 10. November 2020. Am Markt gingen Sorgen vor einer starken Verknappung der Energievorräte und einem rasanten Anstieg der Energiepreise um.

Nach dem Einbruch an der Leitbörse in Tokio wegen der Sorgen um einen möglichen Importstopp für Öl aus Russland ist auch der Aktienmarkt in Hongkong kräftig abgesackt. Der Hang Seng Index in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong büßte zuletzt 3,5 Prozent auf 21 133 Punkte ein. Die Börsen in China, die sich meist etwas abgekoppelt vom Weltgeschehen entwickeln, standen auch deutlich unter Druck. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland sank um 3,4 Prozent auf 4342 Punkte.

Das rohstoffarme Japan, die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, ist auf Ölimporte angewiesen. US-Außenminister Antony Blinken hatte neue Strafmaßnahmen gegen Moskau ins Spiel gebracht: Washington berate mit europäischen Verbündeten über einen möglichen Importstopp für Öl aus Russland. "Wir sprechen jetzt mit unseren europäischen Partnern und Verbündeten, um auf koordinierte Weise die Aussicht auf ein Verbot der Einfuhr von russischem Öl zu prüfen", sagte Blinken am Sonntag./ln/DP/jha/mis