TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Mittwoch überwiegend nachgegeben. Besonders die chinesischen Börsen standen unter Druck, während sich die Veränderungen an den übrigen Finanzplätzen meist unter einem Prozent bewegten.

Die Schwäche chinesischer Aktien resultierte aus neuen Konjunkturdaten. "Die Einzelhandelsumsätze für August enttäuschten mit einem Zuwachs von nur 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat", stellte die LBBW fest. "Die Konsumlaune wurde von erneuten Einschränkungen durch Corona-Ausbrüche getrübt."

Doch damit nicht genug. "Die Industrieproduktion im Reich der Mitte fiel im August mit einem Zuwachs von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls weniger gut als erwartet aus", so die LBBW. Die Aussichten sind ebenfalls bedeckt, denn die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in der südostchinesischen Provinz Fujian weiter aus. In zwei Großstädten der Provinz ist daraufhin ein Lockdown angeordnet worden.

Die Marktstrategen der Deutschen Bank führten die Abgaben auch auf die anhaltenden politischen Spannungen zurück. Wenige Tage nach dem Test von Marschflugkörpern hatte Nordkorea nach Angaben des südkoreanischen Militärs mindestens zwei ballistische Raketen ins offene Meer abgefeuert.

Die japanischen Nikkei-225 unterbrach seinen jüngsten Höhenflug und gab um 0,52 Prozent auf 30 511,71 Punkte ab. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, sank zuletzt um 1,3 Prozent auf 4853,21 Punkte. In der Sonderverwaltungszone Hongkong verlor der Hang-Seng-Index im späten Handel 1,8 Prozent auf 25 056,74 Punkte. Der australische ASX 200 verzeichnete ein Minus von 0,27 Prozent auf 7417 Punkte./mf/stk