TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - Die Inflations-, Zins- und Corona-Sorgen der Anleger haben sich am Montag an den Börsen im asiatisch-pazifischen Raum weiter bemerkbar gemacht. Während der Handel in China und Hongkong feiertagsbedingt pausierte, ging es an den wichtigen geöffneten Börsen bergab. Kursverluste gab es in Südkorea, Indien und vor allem Australien. Dort verlor der S&P/ASX 200 1,18 Prozent auf 7347 Punkte.

An der Tokioter Leitbörse war die Tendenz zumindest verhalten, der Nikkei-225 ging 0,11 Prozent tiefer mit 26 818,53 Zählern aus dem Handel. Dabei milderte es den im Verlauf schon stärkeren Abgabedruck, dass sich die US-Futures nach den massiven Freitagsverlusten an der New Yorker Börse ein Stück weit stabilisierten. Der Dow Jones Industrial war vor dem Wochenende um 2,8 Prozent abgesackt und der Nasdaq 100 sogar um 4,5 Prozent.

Der globale Aktienmarkt wird von Börsianern derzeit vor allem im Spannungsfeld erwarteter Zinserhöhungen gesehen, in den kommenden Tagen werden ebensolche unter anderem in den USA und Großbritannien erwartet. Das Bankhaus Metzler spricht deshalb am Montagmorgen von einer "Zentralbankwoche". Hinzu kommen die befürchteten wirtschaftlichen Auswirkungen durch Corona-Lockdowns in China und den anhaltenden Ukraine-Krieg./tih/mis