TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die Börsen in Fernost haben sich am Freitag mit unterschiedlichen Vorzeichen gezeigt. Bedeutende Neuigkeiten im US-chinesischen Handelsstreit gab es nicht, und so war in China vor dem Wochenende etwas Erholung angesagt, während sich die Anleger in Tokio nicht mehr eindeutig in eine Richtung positionieren. "Abwechselnd harte und beruhigende Worte von Donald Trump und seinen Beratern sind zur Norm für den Stand der Verhandlungen mit China geworden", sagte ein Händler.

In Tokio ging der Nikkei-225 <JP9010C00002> <XC0009692440> 0,16 Prozent tiefer bei 21 117,22 Punkten über die Ziellinie. Im Wochenverlauf hat er damit um 0,6 Prozent nachgegeben. In China fällt das Wochenminus etwas höher aus, am Freitag kann der Auswahlindex der Festlandbörsen CSI 300 <CNM0000001Y0> dieses aber noch auf zuletzt 1,3 Prozent reduzieren. Er stand im Späthandel mit 0,50 Prozent im Plus bei 3601,99 Zählern. Der Hongkonger Hang Seng <HK0000004322> gewann 0,45 Prozent auf 27 390,65 Punkte.

In Indien profitierte der Sensex weiter vom Wahlausgang mit einer wohl zweiten Amtszeit für Premierminister Narendra Modi. Der Leitindex stieg zuletzt um 0,7 Prozent, blieb aber unter den 40 000 Punkten, die er am Vortag erstmals in seiner Geschichte auf die Probe stellen konnte. Laut Kristy Fong von Aberdeen Standard Investments kann Modi seine Reformen fortsetzen, was für die indischen Unternehmen eine gute Nachricht sei./tih/fba