TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Wieder zunehmende Sorgen um den Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Börsen Asiens am Donnerstag mehrheitlich belastet. Als aktueller Belastungsfaktor galten diverse skeptische Kommentare in der chinesischen Presse, die bei Anlegern die Sorge untermauerten, dass eine Lösung nach wie vor nicht in Sicht ist.

Die neuerlichen Sorgen der Anleger machten sich so einmal mehr vor allem in China bemerkbar. Der CSI 300 <CNM0000001Y0> mit den 300 wichtigsten Werten an den Festlandbörsen fiel dort um zuletzt 1,35 Prozent auf 3600 Punkte - belastet von deutlichen Verlusten bei Technologiewerten. Besonders unter Druck standen die Aktien jener fünf Unternehmen, denen Kreisen zufolge das selbe Schicksal drohen könnte wie dem von US-Sanktionen geplagten Telekomausrüster Huawei.

Der Hang Seng <HK0000004322> in Hongkong steuerte zuletzt mit 27 290,72 Zählern auf ein Minus von etwa 1,5 Prozent zu. Der japanische Nikkei 225 <XC0009692440> ging 0,62 Prozent tiefer bei 21 151,14 Punkten aus dem Handel.

Eine positive Ausnahme war der indische Markt, der von einer sich abzeichnenden zweiten Amtszeit für den Premierminister Narendra Modi profitierte. Der Sensex <QT0009982759> kletterte in Mumbai um 0,8 Prozent. Im Tageshoch stieg er erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 40 000 Punkten, mit zuletzt 39 426 Zählern konnte er diese aber nicht ganz verteidigen./tih/mis