TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf eine noch lockerere Geldpolitik hat die Börsen in Asien am Freitag kräftig angeschoben. Auslöser war Händlern zufolge eine Aussage von John Williams, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York. Williams machte deutlich, dass die US-Notenbank eine schnelle Zinsreaktion zeigen müsse, sollte sich die US-Wirtschaft in Schwierigkeiten befinden.

Die Aussagen des Fed-Vertreters hatten zuvor bereits der Wall Street zu einer sanften Erholung verholfen. Die Märkte rechnen fest mit einer Zinssenkung der Fed Ende Juli. Nun wächst bei Börsianern die Hoffnung, dass die Leitzinsen vielleicht deutlicher gesenkt werden, als zunächst gedacht.

Zusätzlich schoben Inflationsdaten aus Japan die asiatischen Indizes an. Die geringe Preissteigerung in der Kernrate könnte auch die Bank of Japan zu weiteren Lockerungen veranlassen.

Anleger zeigten sich nach einem holprigen Start in die Berichtssaison außerdem mit Blick auf Microsoft <US5949181045> erleichtert. Der Software-Riese bleibt dank seiner florierenden Cloud-Dienste auf Erfolgskurs. Im abgelaufenen Geschäftsquartal konnte Microsoft den Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast um die Hälfte steigern. Angesichts des Handelsstreits der USA mit China steht die Entwicklung amerikanischer Unternehmen auch in Asien zunehmend im Fokus.

In Japan stieg der Nikkei 225 <JP9010C00002> <XC0009692440> um 2 Prozent auf 21 466,99 Punkte und beendete damit seine bisherige Talfahrt der laufenden Woche. Dennoch steht im japanischen Leitindex auf Wochensicht ein Minus von 1,01 Prozent zu Buche.

In Hongkong legte der Hang Seng <HK0000004322> kurz vor Handelsschluss um 1,11 Prozent zu. Der CSI 300 <CNM0000001Y0>, der die 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, lag zuletzt 0,93 Prozent im Plus./niw/la/fba