TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die Anleger an den Börsen Asiens haben sich am Mittwoch zurückgehalten. Während mit Blick auf die US-Geldpolitik eine Leitzinssenkung durch die Fed Ende Juli bereits in die Kurse eingepreist sei, kämen nach zuletzt teils etwas besseren Konjunkturdaten aus den USA langsam Zweifel auf, ob die Fed den Zins über diesen einen Schritt hinaus weiter senken werde, um die Wirtschaft zu stützen, erklärte Analyst Stephen Innes von Vanguard.

Für zusätzliche Verunsicherung sorgten Händlern zufolge jüngste Aussagen von Donald Trump zum seit Monaten schwelenden Handelskonflikt mit China. Der US-Präsident sagte, er könne sich vorstellen, weitere Importzölle gegen das Land zu verhängen.

In Japan fiel der Leitindex Nikkei 225 <JP9010C00002> um 0,31 Prozent auf 21 469,18 Punkte. Bereits am Dienstag hatte das Börsenbarometer nach einer eintägigen Feiertagspause etwas tiefer geschlossen. Aus Branchensicht gerieten in Tokio nun Aktien aus dem Kommunikationssektor mit einem Minus von mehr als 1 Prozent besonders deutlich unter Druck, während sich Versorger noch am besten schlugen. Sie gewannen gut 1 Prozent.

In Hongkong gab der Hang Seng <HK0000004322> kurz vor Handelsschluss um 0,3 Prozent nach. Der CSI 300 <CNM0000001Y0> hingegen, der die 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, lag zuletzt 0,11 Prozent im Plus./la/fba