TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die asiatischen Börsen haben am Dienstag mehrheitlich zugelegt. Aussagen des US-Präsidenten zu den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China beruhigten die Marktteilnehmer, nachdem zuvor anderslautende Ausführungen für Verunsicherung gesorgt hatten.

US-Präsident Trump hatte nach Äußerungen seines Beraters Peter Navarro den Bestand des Handelsabkommens mit China beschworen: "Das Handelsabkommen mit China ist vollständig intakt." Kurz zuvor hatte Navarro das Abkommen in einem Interview mit dem Sender Fox News für beendet erklärt. Später sagte der Berater US-Medien zufolge, seine Äußerungen seien aus dem Kontext gerissen worden. Er habe lediglich über den "Mangel an Vertrauen" zu der Kommunistischen Partei gesprochen.

"Fakt ist, aktuell hat der Handelsdeal weiterhin Bestand. Wie lange das so bleiben wird, kann allerdings niemand vorhersagen", schrieb Analyst Thomas Altmann vom Asset Manager QC Partners in einer Einschätzung. Die Lage an den Börsen bleibt nach Ansicht von Experten konstruktiv. Vorübergehende Kursrückgänge an den asiatischen Märkten hätten in den vergangenen Wochen gute Einstiegsgelegenheiten geschaffen, die von den Investoren genutzt worden seien, merkte Marktstratege Stephen Innes vom Broker AxiTrader dazu in einem Kommentar an.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte zum Handelsschluss um 0,50 Prozent auf 22 549,05 Punkte zu. Der chinesische CSI mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandsbörsen zog im späten Handel um 0,21 Prozent auf 4110,54 Punkte an. In Hongkong rückte der Leitindex Hang Seng zuletzt um 0,9 Prozent auf 24 731,45 Zähler vor./mf/jha/