TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch uneinheitlich tendiert. Die Abgaben an der Wall Street tangierten die Märkte dabei kaum. Die chinesischen Festlandbörsen blieben feiertagsbedingt weiterhin geschlossen.

Die asiatischen Börsen hätten die Euphorie über ein weiteres US-Hilfspaket nie vollständig geteilt und daher die Enttäuschung über das vorläufige Scheitern gut weggesteckt, begründete Marktanalyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda die Tendenz an den asiatischen Finanzmärkten. US-Präsident Donald Trump hatte die Regierung und seine Republikaner angewiesen, bis nach der Wahl nicht mehr mit den Demokraten über ein weiteres Corona-Konjunkturpaket zu verhandeln. An den US-Börsen hatte dies am Dienstag zu einem merklichen Rücksetzer geführt.

Halley hält die Verhandlungen zudem noch nicht für endgültig gescheitert. Der Abbruch entspreche der üblichen Verhandlungstaktik des US-Präsidenten, die Gegenseite zu schrecken, um so bessere Bedingungen für sich zu erreichen. Zudem hätten sich die US-Futures während des asiatischen Handels wieder erholt und damit stärkere Abgaben in Asien verhindert. Zu der Stärke des australischen Marktes merkte Halley an, der neue Haushalt mit Steuersenkungen und anderen Stützungsmaßnahmen habe positive Impulse geliefert.

Der Tokioter Leitindex Nikkei 225 schloss 0,05 Prozent tiefer bei 23 422,82 Punkten. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gewann der Hang-Seng-Index zuletzt 0,93 Prozent auf 24 202,82 Punkte./mf/mis