TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die fernöstlichen Börsen haben am Mittwoch uneinheitlich tendiert. An den australischen und japanischen Märkten kam es zu Verlusten, nachdem die US-Börsen am Dienstag im Bereich ihrer Tagestiefs geschlossen und damit schwache Vorgaben geliefert hatten. Hongkong tendierte dagegen gut behauptet, während es an der chinesischen Festlandsbörse weiter deutlich nach oben ging.

Marktanalyst Stephen Innes vom Broker AxiCorp sprach von einer gewissen Unsicherheit. Das betreffe nicht nur die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie, sondern auch die Spannungen zwischen den USA und China wegen Hongkong. Eine Woche nach dem Inkrafttreten des umstrittenen Sicherheitsgesetzes hat ein chinesisches Sicherheitsbüro in Hongkong offiziell seine Arbeit aufgenommen. Es ist dafür zuständig, die Umsetzung des neuen Gesetzes zu überwachen und die Hongkonger Regierung zu beraten.

An den chinesischen Festlandsbörsen legte der CSI 300 im späten Handel um 1,29 Prozent auf 4758,78 Punkte zu, womit sich der Anstieg der Vortage fortsetzte. Die LBBW verwies auf Käufe durch Privatanleger. "Sie müssen ihr Geld wegen Kapitalverkehrskontrollen im eigenen Land anlegen, und haben bei Sachwerten damit die Wahl zwischen lokalen Aktien und heimischen Immobilien", hieß es in einem Kommentar. In Hongkong legte der Leitindex Hang Seng zuletzt um 0,28 Prozent auf 26 048,99 Zähler zu.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 gab um 0,78 Prozent auf 22 438,65 Punkte nach./mf/jha/