TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX)- Die Aktienmärkte Asiens haben sich am Freitag uneinheitlich entwickelt. Die Veränderungen zum Vortag waren dabei in den meisten Fällen überschaubar. Lediglich die südkoreanische Börse stach mit etwas stärkeren Gewinnen hervor.

Die Märkte seien zwischen der Hoffnung auf Corona-Impfstoffe und deren Verfügbarkeit hin- und hergerissen, schrieb Marktstratege Stephen Innes vom Broker Axi in einer Einschätzung. In einem Bericht des "Wall Street Journal" hieß es, Pfizer habe ursprünglich mit der Auslieferung von 100 Millionen Impfdosen noch in diesem Jahr geliebäugelt, gehe aber aktuell wegen Problemen nur von der Hälfte der Menge aus. Das hatte bereits die US-Börsen im späten Handel etwas gebremst. Innes bezeichnete die Probleme angesichts der extrem tiefen Temperaturen, die zur Lagerung des Impfstoffs notwendig sind, allerdings als nicht ganz überraschend.

Für Zurückhaltung sorgte auch der anstehende US-Arbeitsmarktbericht. "Dabei wird das aktuell trübere Wirtschaftsumfeld auch am Arbeitsmarkt sichtbar werden", so Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Im Vergleich zu den Vormonaten dürfte sich der Stellenaufbau deutlich verlangsamt haben."

Ein Ausnahme im unspektakulären Geschäft an den asiatischen Börsen war der südkoreanische Aktienmarkt mit vergleichsweise deutlichen Gewinnen. Hier hätten sich Impulse von der Währungsseite ausgewirkt, merkten die Marktstrategen der Deutschen Bank um Jim Reid in einem Kommentar an.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss 0,22 Prozent leichter mit 26 751,24 Punkten Punkten. Mit einem Plus von 0,18 Prozent auf 5065,92 Punkte endete der chinesische CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der Börsen Schanghai und Shenzhen ebenfalls wenig verändert. Der Hang Seng der Sonderverwaltungszone Hongkong gewann zuletzt 0,2 Prozent auf 26 782,16 Punkte./mf/stk