TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/TAIPEH (dpa-AFX) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert. Wie schon am Vortag hielten sich die Kursveränderungen zumeist in Grenzen. Damit orientierten sich die Börsen in Fernost an den Vorgaben der Wall Street, die am Vortag ebenfalls nur wenig verändert tendiert hatte.

Einmal mehr standen die Märkte im Spannungsfeld von konjunktureller Erholung einerseits und der Möglichkeit eines künftig weniger expansiven Kurses der internationalen Notenbanken andererseits. "Irgendwann wird es sowohl hüben (EZB) wie drüben (Fed) so weit sein - nur wann?", beschrieb die LBBW die Unsicherheit an den Börsen. Sorgen über anziehende Inflation und mögliche Gegenmaßnahmen der Notenbanken hatten die Finanzmärkte in den vergangenen Monaten wiederholt belastet.

Die chinesischen Festlandsbörsen profitierten indessen von Zeichen einer gewissen Entspannung zwischen China und den USA. Erstmals seit der Amtsübernahme des neuen US-Präsidenten Joe Biden nahmen die Unterhändler der USA und Chinas in ihrem andauernden Handelskrieg miteinander Kontakt auf. Die neue US-Handelsbeauftragte Katherine Tai sprach am Donnerstag mit Chinas Vizepremier Liu He. "Beide Seiten hatten einen offenen, pragmatischen und konstruktiven Austausch", berichtete Chinas Handelsministerium.

Der japanische Leitindex Nikkei-225 verlor 0,33 Prozent auf 28 549,01 Punkte. In China rückte der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen an Chinas Festlandsbörsen dagegen zuletzt um 0,27 Prozent auf 5335,11 Punkte vor. Der Hang-Seng-Index in Hongkong verlor im späten Handel 0,24 Prozent auf 29 096,20 Zähler./mf/mis