TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten Börsen Asiens haben am Mittwoch nachgegeben. Nachdem der Burgfrieden im Handelsstreit zwischen den USA und China nach dem Wochenende zunächst noch optimistisch gestimmt hatte, scheint nun wieder etwas mehr Realitätssinn Oberhand zu gewinnen, erklärte ein Börsianer. So dürfte es noch dauern, bis der Zollkonflikt tatsächlich gelöst werde. Nach einem starken Start in die Woche war die Euphorie an den Handelsplätzen der Region bereits am Vortag abgeebbt.

Der Nikkei 225 <JP9010C00002> <XC0009692440> rutschte zur Wochenmitte bis Handelsende um 0,53 Prozent ab auf 21 638,16 Punkte. Vor allem Technologietitel litten. Hier sorgten Berichte für Verunsicherung, dass die Regierung die Exportkontrollen nach Korea auf weitere Produktgruppen ausweiten wollen. Dies könnte elektronische Teile und Materialien betreffen, die für militärische Zwecke verwendet werden könnten, hieß es.

Für den CSI 300 <CNM0000001Y0>, der die 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, ging es um 1,11 Prozent auf 3893,53 Punkte abwärts. Hier verstärkten schwache Stimmungsdaten aus dem Dienstleistungssektor den Abwärtssog. Der Hongkonger Hang-Seng-Index <HK0000004322> gab zuletzt um 0,25 Prozent auf 28 805,43 Zähler nach./tav/mis