TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die asiatischen Börsen haben am Mittwoch zumeist an die Verluste des Vortages angeknüpft. Stärkere Abgaben erlitten die japanischen und chinesischen Börsen. Auch die indischen Indizes gaben nach, während die australischen Börsen leichte Gewinne verzeichneten.

Die asiatischen Finanzmärkte entwickelten sich weiterhin holperig, stellte Marktanalyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda fest. Die Sorgen, dass sich die weltweite wirtschaftliche Erholung wegen der anhaltenden Lockdown-Maßnahmen in vielen Ländern verschleppe, seien gewachsen. Das treffe die exportorientierten Volkswirtschaften Asiens besonders. Angesichts der hohen Bewertung nach der starken Erholung der vergangenen Monate seien viele asiatische Märkte zudem anfällig für schlechte Nachrichten.

Mit Sorge blickt Halley auf die charttechnische Verfassung einiger Indizes. So sei der japanische Nikkei 225 bereits am Freitag unter den Aufwärtstrend der vergangenen fünf Monate gefallen. Auch der Shanghai Composite und der CSI 300 seien unter aufwärts gerichtete Trends gerutscht, was sie verwundbar mache.

Die australische Börse zog gegen die allgemeine Tendenz an. Halley begründete dies mit steigenden Rohstoffpreisen, die den stark gewichteten Bergbautiteln zu Auftrieb verhalfen. Auch die südkoreanische Börse schlug sich mit moderaten Abgaben vergleichsweise gut. Halley verwies auf Aussagen der Notenbank des Landes, die eine weiterhin lockere Geldpolitik verhießen.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 verlor 2,04 Prozent auf 28 405,52 Punkte. Für den Hang-Seng-Index in Hongkong ging es zuletzt um 2,23 Prozent auf 27 861,54 Zähler nach unten. Der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen, die an Chinas Festlandbörsen notiert sind, büßte 1,61 Prozent auf 4928,69 Punkte ein./mf/jha/