Aktuell befinden sich die Finanzmärkte wieder in einer Phase der erhöhten Volatilität. Ablesen kann man diesen Sachverhalt gut an dem sogenannten CBOE Volatilitätsindex, dem VIX.

Erst kürzlich überschritt er wieder die Marke von 30 Indexpunkten, was eine erhöhte Nervosität bedeutet. Aktuell liegen wir mit einem Indexwert von 23,85 jedoch wieder darunter (Stand: 7.12.21).

Nichtsdestotrotz sollte man sich fragen, wie man im Falle eines Aktien-Crashs mit bestehenden Aktiengewinnen umgehen sollte.

Zunächst einmal ist eine solche Frage immer auch eine Frage an die persönliche Risikoneigung sowie an die persönliche finanzielle Situation. Eine generelle Antwort kann man daher nicht geben.

Die Frage aller Fragen

Grundsätzlich stellen sich viele Anleger im Aktien-Crash die Frage aller Fragen: Soll ich Aktien jetzt verkaufen oder nicht?

Diesbezüglich kann man nur sagen, dass es eine Frage der Perspektive ist, ob man im Aktien-Crash Aktien kaufen oder verkaufen sollte. Besitzt man eine langfristige Anlagestrategie mit qualitativ hochwertigen Aktien, so sollte man wohl keine Aktien verkaufen. Im Gegenzug könnte man, je nach persönlicher Risikoneigung und finanzieller Ausstattung, in die Offensive gehen und weitere Aktien kaufen.

Aber widmen wir uns vorerst einmal der Thematik, welche Vorteile ein möglicher Verkauf von Aktien hätte.

Vorteile eines Verkaufs im Aktien-Crash

Die Vorteile eines Aktienverkaufs im Fall eines Crashs liegen auf der Hand: Man nimmt das Risiko raus, muss also keine Kursschwankungen mehr ertragen.

Darüber hinaus schützt man sich so vor weiteren Kursverlusten. Man sichert quasi seine Gewinne.

Gut ist auch, dass man einen Liquiditätszufluss bekommt, der in gewisser Weise neue Optionen eröffnet.

Die Nachteile des Aktienverkaufs

Ein Nachteil des Aktienverkaufs ist, dass man besonders im Falle von Dividendenaktien keine zukünftigen Dividenden mehr von den verkauften Aktien erhalten wird. Das laufende Kapitaleinkommen sollte also geringer ausfallen.

Ein weiterer Nachteil könnte sich aus steuerlicher Sicht ergeben. Liquidiert man schließlich Positionen mit Kursgewinnen, so müssen diese natürlich ordnungsgemäß versteuert werden. Besonders aus Sicht eines langfristigen Anlegers könnte das nachteilig sein.

Der nächste Nachteil bezieht sich auf die dann entstandene liquide Position. Was soll man zukünftig mit dem Cash machen? Hier müsste man sich wieder neue Investitionsziele suchen, was mit einem nicht zu unterschätzenden Analyseaufwand verbunden ist.

Zu guter Letzt bleibt nicht zu vergessen, dass man im Falle eines schlechten Timings auch zukünftige Kursgewinne verliert. Viele Anleger verkaufen nämlich ihre Positionen und verpassen dann schlichtweg den zeitgemäßen Wiedereinstieg. 

Der Blick in die Zukunft könnte entscheidend sein

Am Ende könnte die Frage, ob es besser ist, Gewinne an der Börse mitzunehmen, besonders eine Frage an die Zukunft sein. Schließlich wird an der Börse auch die Zukunft gehandelt.

Erwartet ein Anleger steigende Umsätze und Gewinne bei Einzelaktien, so sollte man gut abwägen, ob sich ein vorzeitiger Verkauf der Aktienposition lohnen könnte.  Das Wichtigste, was eine substanzhaltige Aktie mit Wachstumspotenzial zu bieten hat, ist mehr als nur ein reiner Inflationsschutz.

Der Artikel Aktien-Crash: Ist es besser, Gewinne an der Börse mitzunehmen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Frank Seehawer, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (TMFSeehawer)


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