Alibaba-Aktien setzen ihre Talfahrt fort. Die Angst, dass das Unternehmen von der New Yorker Börse genommen werden könnte, weil es die US-Offenlegungsvorschriften nicht einhält, ist zurück.

Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat Alibaba am Freitag auf eine Liste chinesischer Unternehmen gesetzt, die vom Handel ausgeschlossen werden sollen, wenn sie keinen Zugang zu Prüfungsunterlagen gewähren. Die in New York notierten Aktien fielen daraufhin um elf Prozent. Die in Hongkong notierten Titel folgten am Montag mit Abschlägen von 3,8 Prozent.

Alibaba teilte am Montag mit, dass es "die Marktentwicklungen weiterhin beobachten" werde. Das Unternehmen werde sich "bemühen, die Notierung an der NYSE und der Hongkonger Börse aufrechtzuerhalten".

Alibaba wird in dieser Woche das Zahlenwerk für das zweite Quartal präsentieren. Wie Bloomberg berichtet, erwarten Analysten, dass das Unternehmen ein erstes negatives Umsatzwachstum bekanntgeben wird.

"Der jüngste Antrag von Alibaba bei der Hongkonger Börse auf den Status einer dualen Primärnotierung und das Ausbleiben positiver Nachrichten über die Verhandlungen zwischen den USA und China in Bezug auf die Rechnungsprüfung haben den Markt wahrscheinlich zu folgender Sichtweise veranlasst: Es wird jetzt noch stärker davon ausgegangen, dass die chinesischen ADRs unweigerlich von der Börse genommen werden", so die Analysten von Jefferies in einer Mitteilung.

Seit ihrem Höchststand im Jahr 2020 sind die in Hongkong notierten Aktien von Alibaba um mehr als 70 Prozent gefallen. In China steht eine Kartelluntersuchung an. Alibaba-Gründer Jack Ma ist aus der Öffentlichkeit so gut wie verschwunden.

Neben Alibaba stehen auch große chinesische Tech-Unternehmen wie JD.com und Baidu auf der potenziellen Delisting-Liste der SEC.  

Autorin: Gina Moesing, wallstreet:online Zentralredaktion

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