PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas wichtigste Börsen haben am Montag ein wenig unter negativen Corona-Nachrichten gelitten. Aktien der Reise- und Freizeitbranche gerieten deutlich unter Druck.

Gegen Mittag sank der EuroStoxx 50 um 0,39 Prozent auf 4104,71 Punkte. Für den französischen Cac 40 ging es um 0,37 Prozent auf 6598,59 Punkte nach unten, während der britische FTSE 100 0,46 Prozent auf 7102,98 Zähler abgab.

In Europa belastet die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus die anlaufende Urlaubssaison. Sie ließ die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien auf den höchsten Stand seit mehr als vier Monaten steigen. Wie die Zeitung "The Times" berichtete, will Deutschland keine Reisenden aus Großbritiannien in die EU lassen, unabhängig davon, ob sie geimpft wurden oder nicht.

Derweil rechnet Immunologe Carsten Watzl damit, dass die Delta-Variante bereits im Juli die vorherrschende Mutante in Deutschland wird. Auch in Israel, wo die Impfungen besonders weit fortgeschritten sind, sowie in Asien gehen die Infektionszahlen nach oben.

Im europäischen Branchenvergleich lagen zu Wochenbeginn entsprechend die Aktien von Fluggesellschaften, Reiseveranstaltern und Hotelbetreibern hinten: Ihr Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 büßte fast drei Prozent ein. Nach dem jüngst erwachten Optimismus für die Branche zögen nun erneut dunkle Wolken auf, schrieb Susannah Streeter, Analystin beim Finanzdienstleister Hargreaves Lansdown.

Dagegen zählten die Indizes der defensiven Bereiche Gesundheit , Lebensmittel und Telekommunikation mit moderaten Aufschlägen zu den wenigen Gewinnern./gl/jha/