PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Dienstag eine moderate Abwärtsbewegung verzeichnet. Zahlreiche Quartalsberichte wichtiger Unternehmen zeigten kein einheitliches Bild. Der EuroStoxx 50 büßte am Vormittag zuletzt 0,26 Prozent auf 3492,96 Punkte ein. Der französische Leitindex Cac 40 fiel um 0,40 Prozent auf 5558,91 Punkte. In London sank der FTSE 100 um 0,16 Prozent auf 7428,66 Punkte.

Aus Branchensicht standen europaweit die Aktien von Rohstoff-Unternehmen mit einem Minus von 1,5 Prozent am stärksten unter Verkaufsdruck. Entsprechend gehörten die Aktien von Glencore und Rio Tinto mit Verlusten von 2,8 beziehungsweise 1,4 Prozent zu den schwächsten Werten im Stoxx-50-Index.

Unter den Einzelwerten sorgten die Aktien von AMS mit einem Kursgewinn von mehr als 21 Prozent für Furore. Sie erklommen zudem den höchsten Stand seit November 2018. Das Halbleiterunternehmen übertraf mit seinen Umsatz- und Gewinnkennziffern selbst die optimistischsten Analystenprognosen und wartete mit einem überraschend freundlichen Ausblick auf das zweite Quartal auf.

Das deutsche Verbot von Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien hat dem Airbus-Konzern einen Gewinneinbruch eingebrockt. Im ersten Quartal schrumpfte der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr zusammen. Im Geschäft mit Passagierjets lief es für den Hersteller hingegen glänzend. Am Finanzmarkt wurden die Nachrichten aus Toulouse mit einem Kursrückgang von 0,8 Prozent quittiert.

Der französische Telekomkonzern Orange hat zunehmend mit dem harten Wettbewerb im Heimatmarkt zu kämpfen. Die Orange-Papiere sackten um 3,4 Prozent ab und waren damit Schlusslicht im Eurostoxx-50-Index.

Ein niedrigerer Ölpreis hat beim Ölkonzern BP im ersten Quartal auf das Ergebnis gedrückt. Dennoch sollen die Aktionäre eine höhere Quartalsdividende als im Vorjahreszeitraum erhalten. Die Produktion zog dagegen an. Die BP-Anteilsscheine gewannen zuletzt 0,5 Prozent an Wert.

Standard Chartered hat zum Jahresauftakt dank einer geringeren Risikovorsorge und gesunkener Kosten operativ deutlich mehr verdient. Die britische Großbank, die vor allem in Asien aktiv ist, setzte damit ihren Erholungskurs nach der tiefen Krise der Jahre 2015 und 2016 fort. Da sich die Bank zudem finanziell wieder gut aufgestellt fühlt, kündigte sie den Rückkauf eigener Aktien für rund 1 Milliarde US-Dollar an. Die Aktien schnellten um 5,3 Prozent nach oben./edh/fba