PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben sich am Mittwoch nur etwas von ihren am Dienstag erlittenen Verlusten erholt. Die Anleger hielten sich aktuell deutlich mehr zurück als noch in der vergangenen Woche, schrieb Marktanalyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets. Die Euphorie über die Entspannung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit und die absolute Mehrheit der Konservativen bei der Parlamentswahl in Großbritannien sei schnell verblasst.

Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone rückte bis zum Mittag um 0,17 Prozent auf 3751,64 Punkte vor. In Paris legte der Cac 40 <FR0003500008> um 0,15 Prozent auf 5977,03 Punkte zu. Der Londoner FTSE 100 <GB0001383545> verbuchte ein Plus von 0,23 Prozent auf 7542,78 Punkte.

Die Meldung des Tages kam aus dem Automobilsektor <EU0009658681>: Die Opel-Mutter PSA <FR0000121501> und Fiat Chrysler <NL0010877643> beschlossen nach wochenlangen Verhandlungen ihre Megafusion. Sie wollen den viertgrößten Autohersteller der Welt schmieden und ein "Hauptakteur" der Branche werden. Die neuen Details zur Fusion bedeuteten für die Aktionäre des französischen Herstellers eine Verbesserung, schrieb der Experte Philippe Houchois vom Analysehaus Jefferies. Die erwarteten Synergien erschienen unterdessen unverändert.

In Paris stiegen die Aktien von PSA um knapp 1,5 Prozent. Die Anteilsscheine von Fiat Chrysler hingegen bewegten sich in Mailand zuletzt kaum vom Fleck.

An der "Footsie"-Spitze gewannen die Papiere von Pearson <GB0006776081> knapp 2,5 Prozent. Das Medienunternehmen Bertelsmann übernahm von den Briten deren restliche 25 Prozent an dem weltgrößten Publikumsverlag Penguin Random House.

In Kopenhagen gab es derweil erneut eine Hiobsbotschaft für die Aktionäre von Bang & Olufsen <DK0010218429>: Der Hersteller von luxuriösen HiFi-Geräten hatte einmal mehr eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Die Aktien sackten um rund 14 Prozent ab./la/fba