PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Auf die Vortagsgewinne ist am Mittwoch an den europäischen Börsen schon wieder große Ernüchterung gefolgt. Schwache Konjunkturdaten schürten erneute Rezessionsängste und die jüngsten Nachrichten zum Handelsstreit wurden nüchtern betrachtet nun doch nicht mehr als wirklicher Hoffnungsschimmer angesehen.

Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> fiel am Ende um 2,04 Prozent auf 3288,70 Punkte. In der Talsohle war der Leitindex der Eurozone mit 3276 Punkten sogar auf den tiefsten Stand seit Anfang Juni abgesackt. In Paris gab der französische Cac 40 <FR0003500008> um 2,08 Prozent auf 5251,30 Punkte nach, während es für den britischen FTSE 100 <GB0001383545> zumindest etwas moderater um 1,42 Prozent auf 7147,88 Zähler nach unten ging.

Neue Konjunkturängste kamen vor allem wegen einer seltenen Situation am Anleihemarkt und frischer Wirtschaftsdaten auf. In China war die Industrieproduktion im Juli auch wegen dem Handelsdisput so langsam gestiegen wie seit 2002 nicht mehr. Bei US-Renten waren niedrigere Langfrist- als Kurzfristzinsen zu beobachten, was am Markt als Rezessionssignal gilt./tih/he