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Aktien Frankfurt Ausblick: Jüngste Erholung zunächst beendet

08:21 Uhr 22.08.2018

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seiner kleinen Erholung an den beiden ersten Wochentagen dürfte der Dax am Mittwoch zunächst wieder etwas sinken. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte eine Stunde vor der Eröffnung ein Minus von 0,12 Prozent auf 12 370 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird 0,3 Prozent schwächer erwartet.

Der für professionelle Investoren wohl wichtigste US-Index S&P 500 war zwar am Vorabend im Zuge des starken Wachstums der US-Wirtschaft auf ein neues Rekordhoch geklettert, jedoch dämpften anschließend politische Meldungen die Freude der Anleger. So hat der langjährige Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, mehrere Verstöße gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung eingeräumt. Seine Aussage vor einem US-Gericht wurde so interpretiert, dass er dies im Auftrag von Trump getan hat.

Auf der Agenda stehen die Handelsgespräche zwischen den USA und China. Händler hoffen, dass sie zu einer Entschärfung der zuletzt aufgeladenen Atmosphäre zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt führen. Andererseits hinterließen die Politiker eher den Eindruck, dass nicht viel erreicht werden könne, gab Analyst David Madden von CMC Markets zu Bedenken.

Nach wie vor präsent, aber etwas in den Hintergrund gerückt ist die Währungskrise in der Türkei. Dafür zieht das Notenbanker-Treffen in Jackson Hole nun stärker die Aufmerksamkeit auf sich.

Anleger erhofften sich davon neue Hinweise, wie die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) die potenziell negativen Auswirkungen des Handelsstreits einschätzt, wobei von einem Kurswechsel der Fed nicht auszugehen sei, sagte Thomas Altmann, Portfolio-Manager bei QC Partners. Wenn US-Präsident Donald Trump wie zuletzt die Zinspolitik der Fed kritisiere, sei die Fed umso mehr gezwungen, ihre Unabhängigkeit zu demonstrieren und weiter an der Zinsschraube zu drehen, so Altmann.

Der Kurs der im Dax notierten zum Umtausch eingereichten Linde-Aktien sackte auf der Handelsplattform Tradegate um 2,5 Prozent zum Xetra-Schluss ab, weil die Fusion mit dem US-Industriegasekonzern Praxair wegen der Auflagen von Kartellwächtern zunehmend in Gefahr gerät. Linde erklärte, dass die umsatzbezogene Obergrenze für Veräußerungszusagen wohl überschritten wird. Dem Überschreiten müssen gemäß der Übernahmevereinbarung beide Unternehmen zustimmen. Es seien Nachverhandlungen nötig.

Unter den Aktien der Biotechunternehmen gewannen Evotec vorbörslich auf Tradegate 2,5 Prozent. Die Hamburger haben sich auf eine strategische Allianz mit dem dänischen Insulinhersteller Novo Nordisk geeinigt. Gemeinsam wollen die beiden Firmen Therapien zur Behandlung von Patienten mit Diabetes und krankhaftem Übergewicht entwickeln.

Dagegen verloren Morphosys auf Tradegate 1 Prozent, nachdem die Commerzbank die Papiere der Biotech-Firma von "Buy" auf "Hold" abgestuft hatte./ajx/fba

In dem Artikel enthaltene Wertpapiere
Wertpapiere ISIN Letzter Kurs Performance
EVOTEC Aktie DE0005664809 20,01 € 2,62%
LINDE Aktie DE0006483001 191,90 € 0,00%
MORPHOSYS Aktie DE0006632003 99,75 € 3,10%
PRAXAIR Aktie US74005P1049 164,50 $ -0,60%
In dem Artikel enthaltene Indizes
Indizes ISIN Letzter Kurs Performance
DAX DE0008469008 11.341,00 € -0,11%
SP 500 US78378X1072 2.736,30 € 0,25%
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