FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den deutlichen Vortagesgewinnen dürfte der deutsche Aktienmarkt am Freitag einen leichteren Handelsstart hinlegen. Der X-Dax <DE0008469008> als Indikator für den Leitindex signalisierte rund eine Stunde vor Handelsstart ein Minus von 0,51 Prozent auf 11 784 Punkte.

Am Vortag hatte der Dax um satte 1,7 Prozent zugelegt. Damit deutete sich für das wichtigste deutsche Börsenbarometer in dieser bislang turbulenten Börsenwoche ein Minus von rund 0,7 Prozent ab. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone wird am Freitag rund 0,7 Prozent tiefer erwartet.

"Die Anleger gehen erst einmal in den Abwartemodus über", schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Für eine langfristig tragfähige Erholung am Aktienmarkt müssten zunächst die großen politischen Themen Brexit und Handelskonflikt gelöst werden. Für den DAX gelte es, die zurückeroberte 200-Tage-Linie zu verteidigen, die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt und aktuell bei 11 642 Punkten liegt.

Die Innogy-Aktien <DE000A2AADD2> sanken im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag um 0,4 Prozent. Der Energiekonzern machte im ersten Halbjahr 26 weniger Nettogewinn. Das operative Ergebnis sank wie erwartet um 16 Prozent. Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigte der vor einer Übernahme durch den Wettbewerber Eon <DE000ENAG999> stehende Ökostromanbieter.

Mit einem Kursanstieg von 4,5 Prozent auf Tradegate reagierten die Bechtle-Titel <DE0005158703> auf die jüngste Geschäftsentwicklung des IT-Dienstleisters. Bechtle steigerte den Umsatz und den Vorsteuergewinn im zweiten Quartal deutlich und übertraf die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten.

Steigende Mieten treiben den Immobilienkonzern LEG <DE000LEG1110> voran. Der operative Gewinn aus dem laufenden Geschäft (FFO 1) legte in den ersten sechs Monaten um 9,3 Prozent zu. Die Finanzziele für das Gesamtjahr 2019 wurden bestätigt. Die LEG-Papiere legten auf Tradegate um 0,2 Prozent zu.

Der Autozulieferer Hella <DE000A13SX22> verdiente im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende Mai) trotz einer im zweiten Halbjahr nachlassenden Wachstumsdynamik deutlich mehr als im Vorjahr. Unter dem Strich kletterte der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um 62 Prozent, wie bei der Vorlage der endgültigen Zahlen bekannt gegeben wurde. Hella profitierte dabei vom Verkauf des Großhandelsgeschäfts. Zudem bestätigte der Beleuchtungstechnik-Spezialist den Ausblick auf das neue Geschäftsjahr 2019/2020. Auf Tradegate rückten die Hella-Anteilscheine um 0,5 Prozent vor.

Carl Zeiss Meditec <DE0005313704> ist mit Blick auf seine Umsatzentwicklung noch ein bisschen optimistischer als zuletzt. Der Konzern hält nun einen Jahresumsatz leicht oberhalb der angepeilten Spanne von 1,35 bis 1,42 Milliarden Euro für möglich. Die Aktien des Medizintechnik-Unternehmens gewannen auf Tradegate zuletzt 1,7 Prozent./edh/mis