FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> dürfte nach seiner jüngsten Erholungsrally mit leichten Verlusten in den September starten: Der X-Dax <DE0008469008> als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte am Montag rund eine Stunde vor Handelsstart ein Minus von 0,14 Prozent auf 11 922 Punkte. In Europa wird der EuroStoxx 50 <EU0009658145> ebenfalls etwas tiefer erwartet.

Dank der starken letzten August-Tage hatte der Dax seinen Monatsverlust letztlich auf etwa 2 Prozent eingedämmt. Mit dem Anstieg vom Freitag knackte er im Chart sogar einen wichtigen Widerstand und schaffte so eine kurzfristige Bodenbildung. An der exponentiellen 200-Tage-Linie kam er jedoch zunächst nicht weiter.

Am Sonntag ging es im Handelskrieg der beiden größten Volkswirtschaften USA und China nun auf die nächste Eskalationsstufe: Auf beiden Seiten traten wie angekündigt neue Strafzölle in Kraft. "Dass die neuen Zölle nicht positiv für die Wirtschaftsentwicklung sind, steht außer Frage", erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Positiv ist, dass beide Seiten an den persönlichen Handelsgesprächen in den kommenden Wochen festhalten."

Altmann ergänzte: "Mit dem Ende der parlamentarischen Sommerpause beginnt diese Woche das Brexit-Endspiel." Angesichts des US-Feiertages Labour Day rechnet Altmann gleichwohl mit dünnen Handelsumsätzen.

Hierzulande blicken Anleger auf die Immobilienbranche: Der Konzern TLG <DE000A12B8Z4> erwarb ein rund zehnprozentiges Aktienpaket am Wettbewerber Aroundtown <LU1673108939>. TLG nimmt Gespräche mit dem Konkurrenten über einen möglichen Unternehmenszusammenschluss auf und der für den Anteilserwerb vereinbarte Preis bewertet Aroundtown mit 8,30 Euro pro Aktie. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Papiere von Aroundtown bei 8,08 Euro und damit knapp 7 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag. Für die Anteilsscheine von TLG ging es um gut 3 Prozent nach oben.

Daimler-Chef <DE0007100000> Ola Källenius erwartet im zweiten Halbjahr 2019 höhere Absätze für Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart. Für die entsprechende Sparte Mercedes-Benz Cars sieht Kälenius eine "Trendwende" kommen, wie er im Gespräch mit der "Automobilwoche" sagte. Die Aktien von Daimler stiegen auf Tradegate um knapp 1 Prozent.

Ähnlich hohe Gewinne verzeichneten auf Tradegate die Papiere von Wirecard <DE0007472060>. Der Zahlungsabwickler kooperiert mit dem Anbieter von DIenstleistungen für das Management von Mobilgeräten und Zubehör Brightstar.

Für die Anteilsscheine von Borussia Dortmund <DE0005493092> aber ging es auf Tradegate um rund 3 Prozent nach unten. Der Fußball-Bundesligist hatte den ersten schweren Rückschlag im Kampf um die deutsche Meisterschaft hinnehmen müssen und eine Niederlage gegen den bis dahin sieglosen Neuling 1. FC Union Berlin kassiert. /la/mis