FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit wenig Energie dürfte sich zum Wochenstart der deutsche Aktienhandel präsentieren. Der Dax verharrt mangels Impulsen voraussichtlich unter dem Hoch vom Mittwoch bei 12 350 Zählern. Der X-Dax als vorbörslicher Indikator signalisierte rund eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart ein kleines Plus von 0,09 Prozent auf 12 326 Punkte. Auch der EuroStoxx 50 wird nur wenig verändert erwartet. Schon am Freitag an der Wall Street war erst kurz vor der Schlussglocke etwas Schwung in die Notierungen gekommen.

Der April könnte indes zu einem Erfolgsmonat für den deutschen Aktienmarkt werden: Um fast sieben Prozent hat der Dax in diesem Monat bislang bereits zugelegt und war am Mittwoch auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober vergangenen Jahres geklettert. Allerdings werden die Kurse Börsianern zufolge damit auch immer anfälliger für Gewinnmitnahmen und einen deutlicheren Rücksetzer.

Nach dem Ende der Osterferienzeit und mit der in Fahrt kommenden Berichtssaison wird für die kommenden Tage eine Belebung des Handels erwartet. Allein in der nun anbrechenden ersten Mai-Woche legt fast ein Drittel der Dax-Mitglieder Zahlen vor. Hinzu gesellen sich zahlreiche Unternehmen aus dem MDax und dem SDax .

Den Auftakt im Leitindex macht am Montagmorgen der Kunststoff-Hersteller Covestro : Wie erwartet machten dem Konzern der härtere Wettbewerb und in der Folge deutliche Preisrückgänge im ersten Quartal zu schaffen, Umsatz und Ergebnis gingen deutlich zurück. Ein Händler bemängelte zudem den mauen Barmittelfluss und den unerwartet schwachen Ausblick auf das zweite Quartal.

Die Optikerkette Fielmann kann sich über mehr verkaufte Brillen freuen und überraschte mit unerwartet starken Erlös- und Ergebnis-Zuwächsen zum Start in das neue Jahr. Vorbörslich legte die Aktie auf der Handelsplattform Tradegate gut zwei Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss zu.

Während die Anleger auch die Zahlen des Autowaschanlagen-Herstellers Washtec und des Abfüll- und Verpackungsanlagenbauers Krones zu verdauen haben, müssen sie sich bis zum Quartalsbericht der Deutschen Börse noch etwas gedulden. Dieser wird erst nachbörslich erwartet.

Abseits der Berichtssaison dürften sich die Blicke im Handelsverlauf zudem auf den einzigen börsennotierten deutschen Fußballverein richten: Nach dem Derby-Desaster des BVB gegen den FC Schalke winkt den Borussen nun auch die rote Karte der Anleger. Vorbörslich verlor die Aktie deutlich./tav/fba