FRANKFURT (dpa-AFX) - An der Frankfurter Börse zeichnet sich ein ruhiger Start in den letzten Handelstag der Woche ab: Der X-Dax als Indikator für den Dax <DE0008469008> fiel rund eine Stunden vor dem Auftakt um 6 Punkte auf 12 163 Punkte. Nach der Kursrally der Vorwoche legte er in den vergangenen drei Tagen nach Pfingsten ein weiteres Prozent zu.

Seine Stärke verdankt der Aktienmarkt zuletzt vor allem der Erwartung einer vielleicht nochmals lockereren Geldpolitik der Notenbanken. Beim Thema Handelsstreit herrscht angespannte Ruhe vor einem Treffen des US-Präsidenten Donald Trump und Chinas Staatspräsidenten Xi auf dem G20-Gipfel Ende des Monats. Genau im Auge behalten müssen Anleger derweil aber auch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Nach dem mutmaßlichen Angriff auf zwei Öltanker im Golf von Oman am Vortag stiegen die Ölpreise weiter.

Chipwerte wie Infineon <DE0006231004> und Dialog Semiconductor <GB0059822006> dürften am Freitag an einer Umsatzwarnung des US-Halbleiterkonzerns Broadcom zu knabbern haben. Ein wesentlicher Grund für den Pessimismus ist der Handelsstreit mit China, der die Nachfrage nach Halbleitern drücke, wie aus Aussagen des Chefs Hock Tan hervorgeht.

Eine skeptische Studie der Investmentbank Oddo BHF könnte derweil Rheinmetall <DE0007030009> belasten. Analyst Harald Eggeling sieht eine Reihe von Risiken für den Autozulieferer und Rüstungskonzern - unter anderem für letzteren Geschäftsbereich die Veränderung der politischen Landschaft in Deutschland.

Auch Ado Properties <LU1250154413> sollten im Auge behalten werden. Der Chef des SDax-Konzerns <DE0009653386> verlängert seinen Vertrag nicht und auch für den Finanzchef und den Chief Operating Officer muss das Unternehmen Nachfolger finden./ag/mis