FRANKFURT (dpa-AFX) - Neue Rekorde an der Wall Street dürften den Dax am Mittwoch zunächst kalt lassen. Nach dem guten Start in den letzten Börsenmonat des Jahres am Vortag zeichnen sich am Morgen eine Stagnation ab: Der X-Dax deutete knapp eine Stunde vor Handelsbeginn mit 13 375 Punkten einen quasi auf der Stelle tretenden Leitindex an.

Nach dem mit plus 15 Prozent sehr starken November begann tags zuvor auch der Dezember freundlich. Nun gilt es, mit einem Anstieg über das Zwischenhoch von Anfang September bei 13 460 Punkten die Tür in Richtung Rekordhoch vom Februar bei 13 795 Punkten zu öffnen.

Die größte Bremse für den Dax im Vergleich zur weit voraus eilenden Wall Street sieht der Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners im Euro. "Der starke Euro und der gleichzeitig schwache Dollar helfen den Gewinnen der US-Unternehmen und schaden den Gewinnen der Firmen aus der Eurozone. Der starke Euro macht Exporte aus der Eurozone in den USA teurer und damit weniger attraktiv." Gerade für die im Dax hoch gewichteten deutschen Exporteure sei das ein großes Problem. Der Euro ist im Vergleich zum Dollar aktuell so stark wie seit Frühjahr 2018 nicht mehr.

Im vorbörslichen Handel auf Tradegate bewegten Analystenkommentare die Kurse. Papiere der Deutsche Wohnen stiegen um knapp ein Prozent und die des Rückversicherers Hannover Rück um zwei Prozent. Die Investmentbank Morgan Stanley hat bei beiden Titeln zum Kauf geraten. Eine Kaufempfehlung der Bank HSBC ließ den Kurs des Staplerherstellers Kion um mehr als ein Prozent zulegen.

Unter den kleineren Werten im SDax verloren Nordex 4,5 Prozent. Der Hersteller von Windkraftanlagen hat knapp elf Millionen neue Aktien ausgegeben und damit 200 Millionen Euro eingenommen. Nordex will mit dem Geld das Wachstum ankurbeln und die Bilanz stärken./bek/nas