FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> dürfte nach dem leichten Rückschlag zum Ende der Vorwoche wieder moderat zulegen. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex rückte rund eine Stunde vor dem Auftakt am Montag um 0,16 Prozent auf 12 116 Punkte vor. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone wird ebenfalls etwas höher erwartet.

Seit dem Zwischentief an der 200-Tage-Linie Anfang Juni hatte der Dax in den vergangenen beiden Wochen in der Spitze um über 5 Prozent zugelegt. Zuletzt ging ihm etwas der Schwung aus. Der Versuch, in den Ende Mai verlassenen Aufwärtstrend seit Jahresanfang zurückzukehren, gelang damit zunächst nicht.

Getrieben war die jüngste Rally vor allem von der Hoffnung auf eine wieder lockerere Geldpolitik der US-Notenbank. Entsprechend gespannt warten die Anleger auf die Fed-Signale zur Wochenmitte. Experten rechnen zwar noch nicht mit einem Zinsschritt, halten aber entsprechende Hinweisen in diese Richtung für gut möglich.

Auf der Unternehmensseite steht zum Wochenstart erst einmal die Lufthansa <DE0008232125> im Fokus. Sie kappte ihr Gewinnziel für 2019 wegen des Konkurrenzdrucks der Billigairlines. Auf der Handelsplattform Tradegate sackten die Aktien im Vergleich zum Schlusskurs vom Freitag um mehr als 6 Prozent ab.

Zudem rückt die Deutsche Bank <DE0005140008> in den Blick. Laut der "Financial Times" plant das Institut unter anderem eine "Bad Bank" für Wertpapiere in Höhe von rund 50 Milliarden Euro. Dabei soll es vor allem um Derivate gehen. Die Deutsche Bank sagte dazu, dass sie an Maßnahmen arbeite, um die Transformation des Unternehmens zu beschleunigen und so die Profitabilität nachhaltig zu verbessern. Auf Tradegate legten die Papiere etwas zu.

Darüber hinaus lohnt sich ein Blick auf aktuelle Analystenkommentare. So empfahl die britische Investmentbank HSBC die Aktien von SAP <DE0007164600> zum Kauf. Dank Kostensenkungen erschienen die neuen Steigerungsziele des Softwarekonzerns für die operativen Marge nun erreichbar, schrieb der Experte Antonin Baudry. Ferner erscheine die Bewertung der Anteilsscheine weiter nicht anspruchsvoll. Für die SAP-Papiere ging es auf Tradegate um gut 1 Prozent nach oben.

Derweil rechnet Analyst Jose Asumendi von JPMorgan mit einem herausfordernden zweiten Halbjahr für die europäische Autoindustrie. Seine Produktionsprognose für den chinesischen Automarkt in diesem Jahr kürzte der Fachmann. Für den Zulieferer Continental <DE0005439004> senkte er seine Schätzungen für das bereinigte operative Ergebnis in diesem und im nächsten Jahr. Die Aktien verloren auf Tradegate 1,5 Prozent./la/jha/