FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht hat der Dax am Freitag seine Gewinne gegen Mittag wieder abgegeben. Mit 15 678 Punkten war der Leitindex zunächst bis auf wenige Zähler an sein Rekordhoch vom Dienstag herangekommen, erreichte es aber nicht. Zuletzt notierte er mit 15 628,11 Punkten prozentual fast unverändert. Die DZ Bank hat mittlerweile ihr Dax-Ziel für 2021 auf 15 700 Punkte erhöht. 2022 sehen die Experten den deutschen Leitindex bei 16 500 Punkten.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen kam am Freitag mit 33 468,98 Punkten kaum noch voran. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,1 Prozent.

Die Kauflaune sei zwar weiter vorhanden und durch die am Vortag gelieferten Signale vom US-Arbeitsmarkt noch einmal befeuert worden, sagte Marktexperte Andres Lipkow von Comdirect. "Es braut sich jedoch eine unkomfortable Situation zusammen, da die Erholung am US-Jobmarkt zusätzlich die Diskussion über eine mögliche Inflationssteigerung befeuern könnte."

Anleger haben die Sorge, dass die Geldpolitik der Notenbanken bei steigender Teuerung weniger expansiv wird. Dies könnte die Kurse von Aktien belasten, weil andere Anlageklassen dann attraktiver werden.

Schwächster Dax-Wert waren die Aktien des Triebwerkherstellers MTU mit minus 1,7 Prozent. Vorne gewannen die Papiere des Pharma- und Spezialmaterialienkonzerns Merck KGaA 1,1 Prozent.

Bei weiter sinkenden Corona-Neuinfektionen erreichten CTS Eventim einen neuen Höchststand seit dem Krisencrash im Februar 2020. Zuletzt gewannen die Anteile des Event-Veranstalters und Tickethändlers an der MDax-Spitze 2,3 Prozent. Hochtief fielen hingegen als Schlusslicht um 3,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit November, nachdem Oddo BHF die Aktien des Baukonzerns abgestuft hatte.

Auto1 steigt zum 21. Juni aus dem Nebenwerteindex SDax in den MDax auf. Dies hatte die Deutsche Börse am Vorabend bekanntgegeben. Mit plus 2,3 Prozent stabilisierten sich die Aktien des Online-Gebrauchtwagenhändlers nun etwas. An den zwei vergangenen Tagen waren sie deutlich gefallen bis auf den tiefsten Stand seit dem Börsengang im Februar. Vor allem eine Aktien-Platzierung hatte den Kurs belastet./ajx/stw

- Von Achim Jüngling, dpa-AFX -