FRANKFURT (dpa-AFX) - Panik hat am Montag die Börsen erfasst. Zu den immer tiefgreifenderen Sorgen um die Folgen der Coronavirus-Epidemie kam die Furcht vor einem Ölpreiskrieg. Händler sprachen angesichts des Börsencrashs von einem "schwarzen Montag". Der Dax sackte gleich zum Handelsstart deutlich unter die Marke von 11 000 Punkten. Am Ölmarkt brach nach den gescheiterten Verhandlungen über eine Drosselung der Fördermenge der Ölpreis um 30 Prozent ein und damit so stark ein wie seit fast 30 Jahren nicht mehr.

Im frühen Handel sackte der deutsche Leitindex mit über 900 Punkten oder 8,04 Prozent auf Talfahrt. Bei 10 614,07 Punkten erreichte er den tiefsten Stand seit Anfang 2019. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel büßte am Montag 6,80 Prozent auf 23 068,82 Punkte ein. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Eurozone, fiel um 5,66 Prozent auf 3049,06 Zähler.

Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners sprach von einem "regelrechten Blutbad. Zum Kampf gegen Corona kommt jetzt noch der Ölkrieg dazu", sagte er. "Anleger fliehen aus allem, was Risiko hat." Die Kurse von Bundesanleihen stiegen dagegen deutlich und auch der Euro legte zu, denn auch er gilt als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten./ck/jha/