FRANKFURT (dpa-AFX) - Negative Nachrichten aus China zur Coronavirus-Epidemie haben am Donnerstag den Risikoappetit der Anleger am deutschen Aktienmarkt gedämpft. Nach neuen Rekorden im Dax <DE0008469008>, MDax <DE0008467416> und SDax <DE0009653386> am Vortag gab der deutsche Leitindex kurz nach dem Handelsauftakt nun um 0,37 Prozent auf 13 698,30 Punkte nach. Tags zuvor noch hatte der Dax mit rund 13 758 Punkten ein weiteres Rekordhoch erreicht.

Der MDax verlor am Donnerstag 0,40 Prozent auf 29 122,09 Punkte, während der SDax erstmals in seiner Geschichte die Marke von 13 000 Punkten übersprang. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx <EU0009658145> gab nach einem Zwölfjahreshoch am Vortag um 0,46 Prozent auf 3836,78 Punkte nach.

Wie aus China bekannt wurde, stieg die Zahl neu nachgewiesener Todesopfer in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei im Vergleich zum Mittwoch um mehr als das Doppelte. Die Zahl der neu nachgewiesenen Infektionen hat sich einer neuen Zählweise zufolge sogar fast verzehnfacht.

"Mit der täglich veröffentlichten Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus schwanken auch die Kurse an der Börse", kommentierte Milan Cutkovic, Marktanalyst bei AxiTrader. Es kehre die Erkenntnis zurück, dass die Situation völlig ungewiss sei und damit auch die Frage offen bleibe, was die Dauer und Stärke der Epidemie angehe. Von Panik an der Börse gebe es aber keine Spur, die Schwankungen indes dürften nun wieder zunehmen./ck/jha/