FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Krieg in der Ukraine hat den deutschen Aktienmarkt auch am Mittwoch fest im Griff gehabt. Die Nervosität blieb hoch. Dennoch gelang dem Dax nach einem Absacker auf den tiefsten Stand seit rund einem Jahr kurz vor dem Handelsschluss eine beeindruckende Erholung. Letztlich schloss der Leitindex mit einem Plus von 0,69 Prozent auf 14 000,11 Punkte. Dabei wurde er vor allem von der Leitbörse an der Wall Street mit nach oben gezogen.

Der MDax , der Index der mittelgroßen Werte, beendete den Tag mit plus 0,37 Prozent auf 31 100,36 Zähler. Europaweit wurden allerdings deutlich kräftigere Erholungsgewinne als am deutschen Aktienmarkt verbucht.

Jenseits des Atlantiks werteten Anleger die Aussagen von Fed-Präsident Jerome Powell aus. Der Chef der US-Notenbank hatte zuvor gesagt, dass angesichts der hohen Inflation und des sehr robusten US-Arbeitsmarktes eine Leitzinsanhebung in diesem Monat angemessen erscheine. Er erwäge, eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte vorzuschlagen, so Powell.

Die Börsen wurden laut Marktbeobachtern aber auch von Hoffnung auf die nächste Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine gestützt. An diesem Abend soll es erneut Gespräche über eine Waffenruhe geben. Derweil gingen jedoch an diesem siebten Kriegstag die russischen Angriffe auf ukrainische Städte weiter, während die Europäische Union und die USA ihre Strafmaßnahmen gegen Russland weiter verschärften. Dabei schlossen sowohl US-Präsident Joe Biden als auch Bundeskanzler Olaf Scholz erneut ein militärisches Eingreifen der Nato aus./ck/he