FRANKFURT (dpa-AFX) - Aller Pandemiesorgen zum Trotz hat sich der Dax am Dienstag von seinem schwachen Wochenbeginn deutlich erholt. Der Leitindex verbuchte gegen Mittag Kursgewinne von 1,42 Prozent auf 13 837,45 Punkte und eroberte damit die 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend zurück. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,61 Prozent auf 31 582,57 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um gut ein Prozent vor.

Aus dem Handel hieß es, die Investoren sorgten sich derzeit etwas wegen möglicher Verzögerungen beim geplanten billionenschweren US-Konjunkturpaket, hofften andererseits aber auf gute Geschäftszahlen der großen US-Technologiekonzerne. Viele Investoren wollten die Kursrallye an den Aktienmärkten nicht verpassen, müssten aber hohe Risiken durch die ambitionierten Bewertungen in Kauf nehmen, erläuterte Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect.

Zugleich ist die Corona-Lage alles andere als ermutigend. Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets verwies auf fehlende Impfstoffe und eine nur schleppend verlaufende Impfkampagne in Europa bei gleichzeitiger Angst vor einer unkontrollierten Ausbreitung der Virus-Mutationen. "Es ist ein gefährlicher Mix, der sich in den vergangenen Tagen zusammengebraut hat."

Am deutschen Markt gewannen am Dienstag die Papiere des Industriegaskonzerns Linde dreieinhalb Prozent und waren damit vorne im Dax. Grund zur Freude gaben eine steigende Dividende und ein neues Aktienrückkaufprogramm.

Negative Analystenkommentare belasteten hingegen die Aktien des Sportartikelherstellers Puma . Unter den schwächsten Werten im MDax verbuchten sie einen Abschlag von 1,8 Prozent. Sowohl die Baader Bank als auch Morgan Stanley hatten sie abgestuft.

Im Nebenwerteindex SDax freuten sich die Anleger der Beteiligungsgesellschaft Indus über positive Signale für das operative Ergebnis 2020. Indus stellte für 2020 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 20 bis 30 Millionen Euro in Aussicht. Zuletzt waren eine schwarze Null bis allenfalls 20 Millionen angepeilt worden. Die Aktien verteuerten sich unter den besten Index-Mitgliedern um knapp vier Prozent./ajx/

- Von Achim Jüngling, dpa-AFX -