FRANKFURT (dpa-AFX) - Neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn von Apple haben am Mittwoch die Aktien der Halbleiterbranche gestützt. Die Kursgewinne von Infineon <DE0006231004>, STMicroelectronics <NL0000226223> und Dialog Semiconductor <GB0059822006> hielten sich aber in Grenzen. Investoren sorgen sich, dass das Coronavirus die Nachfrage nach iPhones und anderen Apple-Geräten auf dem wichtigen Absatzmarkt China in den kommenden Monaten drosseln könnte. Auch drohen Ausfälle in den fernöstlichen Zulieferketten von Apple.

Außerordentlich schnitt trotzdem die Apple-Aktie ab: Sie war am Vortag im regulären Handel bereits um knapp drei Prozent gestiegen und legte im nachbörslichen Handel an der Nasdaq um weitere 1,5 Prozent zu. Sie lag damit in Tuchfühlung zum Rekordhoch der Papiere vom Freitag von 323,33 US-Dollar.

Daraufhin waren an der Börse in Tokio die Papiere japanischer Zulieferer von Apple ebenfalls gestiegen: Aktien von Unimicron, Hirose Electric, Nitto Denko und NOK verteuerten sich um 1,5 bis knapp 4 Prozent. Am deutschen Markt legten Infineon und Dialog Semiconductor um 1,4 beziehungsweise 1 Prozent zu. STMicroelectronics gewannen an der Euronext <NL0006294274> 1,4 Prozent. Aktien des österreichischen Chip-Herstellers AMS <AT0000A18XM4> legten mit 4,2 Prozent noch stärker zu.

Nach einem Rekord-Weihnachtsgeschäft mit gut 22 Milliarden Dollar Quartalsgewinn muss Apple <US0378331005> nun gegen Turbulenzen durch das neue Coronavirus ankämpfen. Einige Zuliefererbetriebe befänden sich in der besonders betroffenen Region rund um die Stadt Wuhan, sagte Konzernchef Tim Cook. Es gebe aber alternative Quellen für ihre Produkte.

Am Markt sorge man sich um "potenzielle Belastungen des Coronavirus auf die Geschäfte in China", schrieb Analyst Neil Wilson von Markets.com - trotz eines Rekordumsatzes und -gewinns in einem Quartal. Das spiegele sich auch im Umsatzziel des iPhone-Herstellers für das laufende Quartal wider. Mit 63 bis 67 Milliarden US-Dollar sei die in Aussicht gestellte Spanne ungewöhnlich breit./bek/tih/fba