FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine freundliche Stimmung an den europäischen Aktienmärkten ist am Dienstag auch auf die Banken übergeschwappt. Der entsprechende Branchenindex Stoxx 600 Banks <EU0009658806> legte am Vormittag um 0,95 Prozent zu und bildete damit den drittstärksten Sektor in Europa ab. Börsianer gehen seit einigen Tagen wieder verstärkt ins Risiko und haben damit unter anderem den Dax <DE0008469008> zuletzt wieder auf ein Rekordhoch getrieben. Auch andere konjunktursensible Bereiche wie etwa Autobauer waren zuletzt wieder stärker gefragt.

Zu den größten Gewinnern bei den Geldhäusern zählte die Deutsche Bank <DE0005140008>, die etwas über zwei Prozent zulegte und somit nur noch knapp unterhalb der lange nicht mehr erreichten 10-Euro-Marke notierte. Das Bankhaus hat die Stärkung seiner Finanzbasis erfolgreich abgeschlossen. Es sei zusätzliches Kernkapital (AT1) im Volumen von 1,25 Milliarden US-Dollar platziert worden, hatte das Institut am späten Dienstagabend in Frankfurt mitgeteilt. Angepeilt hatte die Bank mindestens 1 Milliarde.

Auch die Commerzbank <DE000CBK1001> konnte in der Gunst der Anleger zulegen und stieg um 1,18 Prozent auf 5,89 Euro. Deutlich schlechter lief es dagegen für die niederländische ABN Amro <NL0011540547>, deren Zahlen zum vierten Quartal für Enttäuschungen am Markt sorgten. Laut Pawel Dziedzic von Goldman Sachs seien auch die Erwartungen an die Dividende nicht ganz erfüllt worden. Die Aktie büßte zuletzt gut 6 Prozent ein./kro/fba