FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach Signalen der US-Notenbank für eine womöglich noch raschere Zinswende sind am Dienstag europaweit vor allem Bankwerte gefragt. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Banks kletterte um 2 Prozent und versucht sich beharrlich mit einer weiteren Erholung über seine 200-Tage-Line. Angeführt wird er von Banco Sabadell und HSBC mit über 3 Prozent Kursplus. Aber auch Papiere der Deutschen Bank und der Commerzbank folgen nicht weit dahinter.

US-Notenbankchef Jerome Powell hatte am Montagabend angesichts der "viel zu hohen" Inflationsrate die Möglichkeit schnellerer Erhöhungen des Leitzinses avisiert - nämlich um mehr als 0,25 Basispunkte bei den kommenden Sitzungen. Banken profitieren für gewöhnlich mit höheren Erträgen von steigenden Zinsen.

Auf die Frage, was die Fed davon abhalten könne, bei der nächsten Sitzung am 4. Mai den Leitzins gleich um 50 Basispunkte zu erhöhen, antwortete Powell mit "Nichts!". Für den Devisenexperten Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank ein klarer "Wink mit dem Zaunpfahl"./ag/mis