NEW YORK (dpa-AFX) - Schwache Börsen in Asien und Europa belasten am Dienstag auch den Start an der Wall Street: Der Broker IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> rund eine Stunde vor dem Börsenstart 0,38 Prozent tiefer auf 26 703 Punkte. Am Freitag hatte ein starker US-Arbeitsmarktbericht den Zinsfantasien der Investoren einen Dämpfer verpasst. Der Dow Jones war daraufhin ein wenig von seinem im vorherigen Wochenverlauf erreichten Rekordhoch von 26 966 Punkten zurückgefallen.

Umso gespannter warten die Anleger nun auf diesen Mittwoch, wenn der Fed-Vorsitzende Jerome Powell dem Parlament zur Geldpolitik Rede und Antwort steht. Sollte Powell anderes als eine Zinssenkung vorhaben, wäre der Auftritt eine gute Möglichkeit, die Märkte darauf vorzubereiten. Einige Volkswirte hatten nach den starken US-Arbeitsmarktdaten zuletzt bereits wieder an der Notwendigkeit einer Zinssenkung gezweifelt.

Die Chemiebranche mit Werten wie Dow Chemical sollte nach der unerwartet massiven Gewinnwarnung von BASF im Auge behalten werden. In Europa belastete sie den ganzen Sektor, auch wenn Lanxess mit einer Bestätigung seiner Ziele inzwischen wieder für etwas Beruhigung sorgte. BASF hatte die Anleger am Vorabend für das Gesamtjahr beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen auf einen Rückgang um bis zu 30 Prozent eingestellt. Eigentlich war ein Anstieg zwischen einem und zehn Prozent erwartet worden.

Positiv reagierten Anleger dagegen auf die Geschäftszahlen von Pepsico. Der Limonaden- und Snackhersteller verdiente im zweiten Quartal unter dem Strich mehr und konnte an den guten Jahresstart anknüpfen. Das Wachstum lag im erwarteten Rahmen. Vorstandschef Ramon Laguarta zeigte sich mit den Resultaten zufrieden und bestätigte den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Er sei nun zuversichtlicher, die gesteckten Ziele zu erreichen.

Papiere von Acacia Communications <US00401C1080> sprangen vorbörslich um gut 38 Prozent auf 66,40 Dollar. Der US-Netzwerk-Spezialist Cisco <US17275R1023> will sich im Bereich Netzwerk-Technik stärken und bietet für das Unternehmen 70 Dollar je Aktie.

Für den Mitte Juni an die Börse gegangenen Händler von Tiernahrung und Produkten für Haustiere, Chewy, melden sich nun zahlreiche Experten mit ersten Handlungsempfehlungen zu Wort. Am optimistischsten ist Doug Anmuth von JPMorgan mit seinem Kursziel von 42 Dollar. Zuletzt kosteten die Papiere 34,40 Dollar. Am ersten Handelstag waren sie zeitweise bis auf 41,34 Dollar geklettert, in den Tagen danach aber bis auf 30,78 Dollar zurück gekommen./ag/jha/