NEW YORK (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund uneinheitlich ausgefallener Unternehmenszahlen dürften sich die Anleger am US-Aktienmarkt am Dienstag zunächst zurückhalten. Während die Quartalskennziffern der Google-Muttergesellschaft Alphabet vorbörslich mit großer Enttäuschung aufgenommen wurden, zeigten sich die Anleger vom Zahlenwerk der zuletzt schwer unter Druck stehenden, einstigen der Industrie-Ikone General Electric beigeistert. Der Broker IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsstart 0,31 Prozent höher auf 26 636 Punkte.

Eine weitere EU-Milliardenstrafe belastete den Gewinn von Alphabet zu Jahresbeginn. Verglichen mit dem Vorjahreswert sank der Überschuss unterm Strich um knapp 30 Prozent. Der Umsatz legte zwar um rund 17 Prozent zu, blieb damit aber weit unter den Erwartungen der Analysten. Google spürt den zunehmenden Konkurrenzkampf im Markt für Online-Anzeigen und lieferte das schwächste Umsatzwachstum seit drei Jahren. Dies veranlasste die Analysten der Deutschen Bank und von Goldman Sachs zu Kurszielsenkungen. Die Aktie reagierte vorbörslich darauf mit einem Kursverlust von knapp 8 Prozent.

General Electric (GE) schrieb derweil zu Jahresbeginn wieder schwarze Zahlen. Der Umsatz fiel - insbesondere wegen anhaltender Schwierigkeiten in der Kraftwerksparte - um 2 Prozent. Damit übertrafen die Quartalszahlen die Markterwartungen aber klar, die Aktie schnellte vorbörslich um 7,4 Prozent nach oben.

Der Fast-Food-Riese McDonald's verkaufte im Auftaktquartal in seinen US-Filialen dank seiner Werbeinitiativen mehr als von Experten erwartet. Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz auf dem Heimatmarkt im ersten Quartal um 4,5 Prozent. Das war mehr, als Analysten erwartet hatten. Die Aktie notierte vorbörslich 2,1 Prozent im Plus.

Gute Geschäfte vor allem in der forschenden Sparte sorgten zum Jahresstart beim US-Pharmahersteller Pfizer für Schwung. Unter dem Strich konnte der Konzern seinen Gewinn um 9 Prozent steigern. Die Papiere kletterten vorbörslich um 1 Prozent.

Dagegen sackten die Anteilsscheine von Eli Lilly vorbörslich um 3,1 Prozent ab. Die Trennung von seiner Veterinärsparte Elanco bescherte dem Pharmakonzern zum Jahresauftakt einen kräftigen Gewinnsprung. Im Tagesgeschäft lief es zum Jahresstart trotz anziehender Umsätze hingegen deutlich schlechter als im Vorjahr. Der Konzern musste eine Halbierung seines operativen Gewinns hinnehmen.

Das US-Unternehmen Gardner Denver Holdings will sich mit einer Sparte von Ingersoll-Rand zusammenschließen. Bei der Transaktion entsteht der weltweit zweitgrößte Hersteller von Druckluft- und Vakuum-Lösungen. Die Titel von Gardner Denver rückten vorbörslich um gut 7 Prozent vor, Ingersoll-Papiere gewannen rund 3 Prozent an Wert./edh/mis