NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial dürfte sich nach den leichten Vortagesverlusten zunächst etwas stabilisieren. Gut eine Dreiviertelstunde vor dem Start am Dienstag taxierte der Broker IG den US-Leitindex minimal im Plus bei 34 639 Punkten.

Generell unterstützten die Erholung in der größten Volkswirtschaft der Welt und die anhaltende Zurückhaltung der US-Notenbank immer noch ein risikofreudiges Umfeld, sagten Börsianer. Zwischenzeitlich aber könnte die aktuelle Rally von Inflationssorgen, hohen Bewertungen und Ungleichheiten bei der weltweiten Einführung von Impfstoffen unterbrochen werden.

Unter den Einzelwerten steht Tesla im Blick. Der Elektroautopionier hat im zuletzt für ihn problematischen chinesischen Markt im Mai spürbar Boden gutmachen können. Ob sich die Erholung aber verstetigen lässt, wird sich erst noch zeigen müssen. Tesla umgeht mit seinem Vertriebsmodell lokale Autohäuser vor Ort und setzt auf Online-Bestellungen von Kunden. Wegen längerer Lieferzeiten bilden die Auslieferungen daher die Nachfrage von womöglich einigen Monaten zuvor ab.

In den vergangenen Wochen war Tesla in China nach einem Kundenprotest in Kritik geraten und musste sich für eine verspätet in Angriff genommene Beschwerde rund um das Bremssystem eines Teslas öffentlich entschuldigen. Im vorbörslichen US-Handel aber lagen die Aktien zuletzt rund drei Prozent im Plus.

Die am Vortag stark gelaufenen Aktien von Fastly lagen vorbörslich nun knapp zwei Prozent im Minus. Zahlreiche Websites weltweit waren an diesem Dienstag wegen der Störung bei dem Web-Dienstleister rund eine Stunde nicht erreichbar gewesen. Betroffen waren unter anderem die Seite der britischen Regierung sowie die Nachrichtenportale des "Guardian", der "New York Times", der "Financial Times" und der französischen Zeitung "Le Monde". Grund für den Ausfall dürfte ein zwischenzeitliches Problem bei dem Cloud-Dienst Fastly gewesen sein, der Internetseiten zwischenspeichert, damit sie schneller abgerufen werden können.

Die am Montag ebenfalls stark gestiegenen Anteilsscheine des Corona-Impfstoffherstellers Curevac büßten nun vorbörslich mehr als zehn Prozent ein. Börsianer verwiesen auf einen Bericht der Wirtschaftsnachrichten-Website "Business Insider", wonach die erwarteten Lieferungen der deutschen Firma weiter auf sich ließen. In einer Sitzung der hiesigen Gesundheitsminister am Montag habe es geheißen, eine Zulassung komme wohl erst im August./la/fba