NEW YORK (dpa-AFX) - Vor dem großen Verfall an den Terminbörsen ist am US-Aktienmarkt am Freitag zunächst wenig Bewegung zu sehen. Der Broker IG taxierte den Leitindex Dow Jones Industrial gut eine Stunde vor dem Handelsauftakt mit minus 0,07 Prozent auf 34 726 Punkte. Auf Wochensicht bedeutet dies aktuell ein Plus von 0,3 Prozent. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 wird am Freitag ähnlich wie der Dow leicht tiefer erwartet.

Markteilnehmer haben weiter im Blick, welche Auswirkungen die Delta-Variante des Coronavirus auf das Wiederhochfahren der Volkswirtschaften sowie die aktuell von China ausgehenden Gefahren auf die weltweite Wirtschaftserholung haben können. Unter anderem sorgen im Reich der Mitte Regulierungsmaßnahmen der Regierung sowie die Schieflage des Immobilienkonzerns Evergrande für Ungemach.

Deutet zunächst alles auf einen ruhigen Handelsstart hin, kann der große Verfallstag mit auslaufenden Terminkontrakten auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aber für Schwankungen im Verlauf sorgen. Vom "Großen Verfall" sprechen Börsianer dann, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf denselben Tag fällt. Aktienkurse und auch ganze Indizes sind dann auch ohne konkrete Nachrichten besonders schwankungsanfällig, denn Investoren versuchen kurz vor dem Auslaufen der Terminkontrakte die Kurse in die für sie günstige Richtung zu bewegen.

Die Investmentgesellschaft Invesco befindet sich laut einem Pressebericht mit dem Finanzdienstleister State Street in Gesprächen über eine Übernahme von dessen Vermögensmanagement-Geschäft. Dies berichtete das "Wall Street Journal" mit Verweis auf mit der Sache vertraute Personen. Die Invesco-Papiere verteuerten sich im vorbörslichen US-Handel um gut fünf Prozent, State Street legten um ein halbes Prozent zu./ajx/jha/