NEW YORK (dpa-AFX) - Ohne klare Richtung haben sich die US-Aktienmärkte am am Donnerstag im Handelsverlauf präsentiert. Enttäuschende Daten zur Stimmung im US-Dienstleistungssektor machten anfängliche Kursgewinne zunichte. In der Ukraine-Krise gibt es weiterhin keine Entspannung. Trotz erneuter Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine verschärften sich russische Luftangriffe auf das Nachbarland. Dies sowie westliche Sanktionen gegen Russland trieben die Ölpreise auf den höchsten Stand seit 2008 und verursachten neue Rezessionssorgen.

Der Dow Jones Industrial notierte zuletzt 0,26 Prozent höher bei 33 979,53 Punkten. Der marktbreite S&P 500 stagnierte auf Vortagesniveau. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es hingegen um 0,76 Prozent auf 14135,12 Zähler nach unten.

Die Stimmung im US-Dienstleistungssektor trübte sich im Februar deutlich ein. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management (ISM) fiel gegenüber Januar um 3,4 Punkte auf 56,5 Zähler. Analysten hatten dagegen mit einer Verbesserung auf im Schnitt 61,0 Punkte gerechnet.

Andere Konjunkturdaten fielen hingegen positiv aus. So haben die US-Industrieunternehmen im Januar mehr Aufträge erhalten als erwartet. Zudem besserte sich die Lage am Arbeitsmarkt - gemessen an der Zahl wöchentlicher Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe - stärker als prognostiziert. Ferner erholte sich die Produktivität der US-Wirtschaft im Schlussquartal 2021 deutlich vom Rückgang in den Sommermonaten.

Unternehmensseitig gab es noch ein paar Quartalsberichte, die für größere Kursbewegungen sorgten. So kamen die jüngsten Jahreszahlen und der mittelfristige Ausblick des Elektronikhändlers Best Buy bei den Anlegern sehr gut an. Die Aktien stiegen um rund elf Prozent.

Für die Papiere von Kroger ging es ebenfalls um rund elf Prozent aufwärts, nachdem die Supermarktkette im vergangenen Jahr ergebnisseitig besser als erwartet abgeschnitten hatte. Zudem übertraf das Unternehmen mit den Zielen für das neue Geschäftsjahr die Marktprognosen./edh/he