NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat zu Wochenbeginn keine klare Richtung eingeschlagen. Die erwartete US-Zinswende am Mittwoch wirft bereits ihre Schatten voraus. Auch der erneute Rutsch des Ölpreises auf einen den tiefsten Stand seit sechs Jahren sorgte zunächst für Verunsicherung. Zuletzt kostete das Schwarze Gold jedoch wieder etwas mehr als vor dem Wochenende.

Der Leitindex Dow Jones Industrial pendelte am Montag bis gut zwei Stunden vor Handelsende um über 100 Punkte um seinen Schlussstand vom Freitag. Zuletzt büßte der US-Leitindex 0,13 Prozent auf 17 242,73 Punkte ein, nachdem er in der Vorwoche um über 3 Prozent abgesackt war. Der marktbreite S&P-500-Index fiel am Montag um 0,23 Prozent auf 2007,65 Punkte. An der Nasdaq gab der Auswahlindex 100 um 0,22 Prozent auf 4527,52 Punkte nach.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dürfte Marktexperten zufolge am Mittwoch die Zinswende vollziehen und erstmals seit der Finanzkrise die Leitzinsen erhöhen. Derweil sackte der Ölpreis der US-Sorte WTI erstmals seit Februar 2009 wieder unter 35 Dollar je Barrel ab. Dann gelang jedoch eine Erholung. Viele Beobachter sehen in seiner jüngsten Talfahrt eine Übertreibung. Mittlerweile sind die Wetten auf fallende Ölpreise an den Finanzmärkten auf einen Rekordstand gestiegen.

Schwächster Wert im Dow waren die Papiere von Dupont mit einem Abschlag von gut 4 Prozent. Analyst Laurence Alexander von der Investmentbank Jefferies hatte seine Kaufempfehlung für den Chemieriesen gestrichen. Den größten Teil des Potenzials aus der Fusion mit Dow Chemical hält der Experte für im Aktienkurs enthalten. Nun dürften die Risiken um die erfolgreiche Integration sowie die Endmärkte die Titel bis spät ins Jahr 2016 im Zaum halten, glaubt er.

Ebenfalls im Fokus der Anleger steht ein geplanter Zusammenschluss in der Konsumgüterindustrie: Newell Rubbermaid will den Rivalen Jarden für insgesamt 13,2 Milliarden US-Dollar übernehmen. Während dessen Papiere um 1 Prozent zulegten, sackten Newell-Anteile um gut 10 Prozent ab.

Der US-Halbleiterkonzern Fairchild hält an der geplanten Übernahme durch On Semiconductor fest. Das unaufgeforderte höhere Gebot von einem nicht näher genannten Bieter über 21,70 Dollar je Aktie sei nicht "höherwertig", teilte der Konzern mit. Die Aktien von On Semicondutor gewannen 3,5 Prozent, Fairchild gaben um 2,76 Prozent auf 20,08 US-Dollar nach./ag/he