NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Donnerstag einen Teil ihrer kräftigen Vortagesgewinne wieder abgegeben. Dazu dürften nicht zuletzt die schwachen Konjunkturdaten beigetragen haben, denn die Produktivität in der US-Wirtschaft brach im ersten Quartal deutlicher ein als befürchtet. Dass die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stieg, sollte dagegen kaum ins Gewicht fallen, denn im längerfristigen Vergleich bleibt das Niveau der Hilfsanträge weiterhin niedrig.

Der Dow Jones Industrial gab im frühen Handel um 1,35 Prozent auf 33 600,48 Punkte nach. Am Mittwoch hatte sich der Wall-Street-Index um fast 3 Prozent erholt und war damit an die 50-Tage-Linie zurückgekehrt. Sie gilt als Gradmesser für den mittelfristigen Trend und läuft aktuell seitwärts. Für Erleichterung hatte gesorgt, dass die US-Notenbank (Fed) zwar den Leitzins deutlich hoch gesetzt, zugleich aber der Möglichkeit noch deutlicherer Anhebungen einen Dämpfer versetzt hatte. Zinsschritte von 0,75 Prozentpunkten, die zuvor an den Märkten diskutiert wurden, sind damit unwahrscheinlicher.

Der S&P 500 verlor am Donnerstag 1,72 Prozent auf 4226,24 Zähler, der Nasdaq 100 büßte 2,72 Prozent auf 13 168,19 Punkte ein. Der Auswahlindex der Technologiewerte hatte sich tags zuvor noch deutlicher als der Dow stabilisiert, nachdem er zu Wochenbeginn auf das tiefste Niveau seit mehr als einem Jahr abgesackt war./ck/he