NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben sich nach einem freundlichen Wochenbeginn am Dienstag recht lethargisch gezeigt. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor zuletzt 0,34 Prozent auf 32 620,75 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,14 Prozent auf 3934,97 Punkte nach unten. Dagegen hielt sich der technologielastige Nasdaq 100 mit einem Plus von 0,13 Prozent auf 13 103,88 Zähler wie schon vortags besser als die Standardwerte-Indizes.

Neben den weiter sinkenden Anleiherenditen, welche Aktien als Anlage begünstigen, standen die fallenden Ölpreise und Reden von Notenbankchef Jerome Powell sowie von Finanzministerin Janet Yellen vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses im Fokus. Außerdem blieben die Spannungen zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China Thema, schrieb Axi-Marktstratege Stephen Innes.

Wie von Powell bereits in einer vorab veröffentlichten Rede zu lesen war, erholte sich die heimische Wirtschaft vom Corona-Einbruch schneller als erwartet. Allerdings sei die Erholung noch längst nicht abgeschlossen, weshalb die Fed die Wirtschaft "so lange wie nötig" stützen werde. Powell rechnet zudem zwar mit steigenden Preisen, da die Corona-Pandemie nachlassen sollte und die Leute wieder mehr einkaufen dürften. Die Gefahr einer anziehenden Inflation sieht er indes nicht. An den US-Börsen sorgten die Aussagen für keine nachhaltigen Impulse.

Microsoft -Aktien waren mit einem Plus von 1,7 Prozent einer der besten Werte im Dow. Der Softwaregigant will Kreisen zufolge durch einen Zukauf sein Angebot im Geschäft für Computerspiele ausbauen. Microsoft sei in Gesprächen, die private US-Firma Discord für mehr als 10 Milliarden US-Dollar zu kaufen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg in der Nacht zu Dienstag unter Berufung auf Insider. Discord startete 2015 und ist ein Onlinedienst für Sprach-, Video- und Textkommunikation.

Bei Tencent Music Entertainment überwog das angekündigte Gemeinschaftsunternehmen mit dem Musiklabel Warner Music Group offenbar die etwas enttäuschenden Quartalszahlen: Die in New York gelisteten Anteilscheine des chinesischen Streamingdienstes zogen um 3,3 Prozent an.

Dagegen sanken die zuletzt erholten Pfizer -Aktien um rund ein Prozent. Ein Bericht des "Wall Street Journal“, wonach der Pharmakonzern die mRNA-Technologie zur Entwicklung weiterer Impfstoffe nutzen will, verfing bei den Anlegern nicht. Der vom deutschen Partner Biontech entwickelte Corona-Impfstoff beruht auf dieser neuartigen Technologie. Dessen in New York gelistete Anteilscheine büßten gar knapp fünf Prozent ein.

Bei Quantumscape lastete die Mitteilung, dass der Hersteller von Akkus für Elektroautos bis zu 13 Millionen neue Aktien ausgeben will, auf dem Kurs: Die Papiere sackten um fast elf Prozent ab.

Gamestop -Aktien büßten 3,3 Prozent ein, nachdem der Videospielhändler den Abschied des für Kundenangelegenheiten verantwortlichen Managers Frank Hamlin bekannt gegeben hatte. Nach Börsenschluss legt das Unternehmen Quartalszahlen vor.

Beim Medienkonzern Discovery endete zumindest vorerst eine monatelange Rekordrally, nachdem die schweizerische Bank UBS wegen der hohen Bewertung eine Verkaufsempfehlung ausgesprochen hatte: Die Aktien verloren über dreieinhalb Prozent./gl/he