PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) - An den Börsen in Osteuropa ist es am Donnerstag ebenso wie im westeuropäischen Börsenumfeld nach unten gegangen. Dabei schloss vor allem die Börse in Warschau klar im Minus. Unter anderem befürchten Anleger derzeit wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante, dass die wieder steigenden Corona-Infektionszahlen zu einer Gefahr für die konjunkturelle Erholung werden.

Der polnische Leitindex Wig-20 gab um 2,24 Prozent auf 2234,60 Zähler nach, der marktbreite WIG verlor in Warschau 1,94 Prozent auf 66 598,05 Punkte. Die Titel des Einzelhändlers LPP, die am Vortag noch deutlich gestiegen waren, sackten um fast vier Prozent ab. Aber auch unter den Banken gab es Kursrückschläge, die Titel der Institute Pekao und PKO verloren 2,5 und 2,6 Prozent. Unter den Ölaktien sanken Tauron , Lotos und PGNiG im Bereich von zwei bis 3,2 Prozent.

Das tschechische Kursbarometer PX ging 0,89 Prozent tiefer bei 1147,59 Zählern aus dem Handel. Klare Abgaben unter den schwer gewichteten Titeln verzeichneten in Prag die Aktien des Sicherheitssoftware-Spezialisten Avast mit etwa zwei Prozent Minus. Außerdem ging es für die in Prag gehandelten Papiere des österreichischen Bank Erste Group um 1,2 Prozent bergab.

In Ungarn sank der Bux in einem vergleichsweise moderaten Rahmen, der Leitindex fiel in Budapest um 0,26 Prozent auf 47 452,73 Punkte. Veröffentlicht wurden dort am heutigen Handelstag die Verbraucherpreise für den Monat Juni. Die Kerninflationsrate lag mit 3,8 Prozent etwas über der Markterwartung. Unter den schwer gewichteten Titeln gaben die Aktien des Ölkonzerns MOL im schwachen internationalen Branchenumfeld um 1,4 Prozent nach.

Für den RTS-Index an der Moskauer Börse beliefen sich die Kursverluste auf 0,84 Prozent. Er schloss damit auf einem Stand von 1627,64 Punkten. Auch hier dürften Titel aus der Energiebranche den Börsenindex belastet haben./sto/ste/APA/tih/mis