PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Börsen sind zur Wochenmitte mit gemischten Vorzeichen aus dem Handel gegangen. Deutliche Aufschläge wurden vor allem an der Börse im polnischen Warschau verbucht, in Budapest und Moskau jedoch war das Vorzeichen negativ. Konjunkturseitig standen sowohl in Tschechien als auch in Ungarn Zahlen zur Industrieproduktion auf dem Programm. Diese fielen schwächer aus als von Experten im Voraus erwartet worden war.

Der tschechische Leitindex PX stieg um ein halbes Prozent auf 1157,91 Zähler, nachdem der Handel dort zuletzt zwei Tage lang pausiert hatte. Die Aktien des Energieversorgers CEZ gewannen 0,75 Prozent, nachdem die Credit Suisse ihr Kursziel angehoben hatte. Gefragt außerdem die Aktien des Sicherheitssoftware-Spezialisten Avast, die um mehr als drei Prozent anzogen. Dagegen schlossen die in Prag gehandelten Aktien der Erste Group 1,8 Prozent tiefer. Komercni Banka verloren 0,7 Prozent.

Kräftig aufwärts ging es in Warschau, wo der Wig-20 2,57 Prozent auf 2285,79 Punkte gewann. Der marktbreite Wig stieg um 1,90 Prozent auf 67 917,27 Zähler. Stark nachgefragt waren die Titel des Einzelhändlers CCC mit plus 4,1 Prozent. LPP gewannen, nachdem sie im Tageshoch um annähernd neun Prozent zugelegt hatten, letzten Endes noch 6,6 Prozent. Für die Aktien des polnischen Amazon -Konkurrenten Allegro ging es um fast fünf Prozent hinauf.

Die Börse in Ungarn büßte ihre anfänglichen Gewinne letzten Endes noch ein. Der Bux ging 0,04 Prozent tiefer bei einem Stand von 47 574,37 Zählern aus dem Handel. Papiere der OTP Bank verloren in Budapest 0,4 Prozent, während die Aktien des Ölkonzerns MOL in einem schwankenden Branchenumfeld ein Plus von 0,2 Prozent verteidigten. Die Titel des Pharmakonzerns Gedeon Richter gewannen 0,6 Prozent.

Auch in Moskau gab es moderate Kursverluste. Der russische RTS-Index fiel um 0,22 Prozent auf 1641,42 Punkte./sto/ste/APA/tih/mis