BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - Osteuropas Börsen haben am Mittwoch in einem international verhaltenen Umfeld keine gemeinsame Richtung gefunden. Die europäischen Leitbörsen zollten ihrer jüngsten Gewinnserie ebenso Tribut wie die schwächelnde Wall Street.

In Moskau verlor der rohstofflastige RTS-Interfax-Index 0,77 Prozent auf 946,63 Punkte. Er litt unter den wieder deutlich sinkenden Ölpreisen.

Dagegen legte der Warschauer Wig-30 um 0,30 Prozent auf 2105,35 Punkte zu. Der breiter gefasste Wig-Index gewann 0,29 Prozent auf 48 400,99 Punkte. Der Börsenhandel gestaltete sich mangels fundamentaler Nachrichten recht übersichtlich.

Werte aus der Ölbranche standen trotz der rückläufigen Notierungen für den wichtigen Rohstoff auf den Einkaufslisten der Anleger: Die Papiere des führenden polnischen Ölunternehmens, PKN Orlen , gewannen 1,87 Prozent, Grupa Lotus legten um 1,62 Prozent zu und Polish Oil & Gas stiegen um 1,46 Prozent.

In Prag rückte der tschechische Leitindex PX um 0,28 Prozent auf 859,18 Punkte vor. Das Handelsvolumen lag bei 0,52 (Vortag: 0,83) Milliarden Tschechische Kronen.

Unter den Einzelwerten gaben CEZ jedoch weitere 0,11 Prozent ab. Bereits am Vortag hatten die Titel des Energiekonzerns in Reaktion auf schwache Halbjahreszahlen und eine Senkung der Gewinnprognose für das laufende Jahr knapp zwei Prozent verloren.

Banktitel entwickelten sich uneinheitlich. Während Komercni Banka um 0,33 Prozent verloren, gewannen Erste Group 0,17 Prozent und Moneta Money Bank 0,35 Prozent. Die Aktien des Telekomkonzerns O2 C.R. zogen um 2,26 Prozent an.

Am Budapester Aktienmarkt sank der ungarische Leitindex Bux um 0,33 Prozent auf 27 502,22 Punkte. Das Handelsvolumen belief sich auf 7,4 (zuvor: 5,5) Milliarden Ungarische Forint. Insgesamt verlief der Handel zur Wochenmitte ohne starke fundamentale Impulse.

Im Blickfeld standen bereits die am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden Quartalszahlen der OTP Bank . Die Aktien verbuchten im Vorfeld ein Kursplus von 0,43 Prozent.

Unter den weiteren ungarischen Schwergewichten fielen MTelekom um 1,15 Prozent und Mol gaben 0,14 Prozent ab. Gedeon Richter gingen mit einem Abschlag von 1,38 Prozent bei 5731 Forint aus dem Handelstag. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank nahmen die Bewertung der Pharmaaktie mit "Reduce" wieder auf. Zudem errechneten die Experten ein 12-Monats-Kursziel von 5500 Forint./ste/APA/gl/he